WM in China Deutschland holt Bronze, Sun schwimmt Weltrekord
Deutsche Lagenstaffel: Bronze über 4x100 Meter
Foto: Hannibal Hanschke/ dpaHamburg - Dank einer tollen Leistung hat die deutsche Lagenstaffel bei der WM in Shanghai über 4x100 Meter Bronze gewonnen. Das Quartett aus Helge Meeuw, Hendrik Feldwehr, Benjamin Starke und Paul Biedermann musste sich in 3:32,60 Minuten nur den USA (3:32,06) und Australien (3:32,26) geschlagen geben. Vor zwei Jahren hatte die Staffel in gleicher Besetzung bei der EM in Rom Silber gewonnen. Für Biedermann war es die dritte Bronzemedaille in China. Zuvor hatte er bereits über 200 und 400 Meter Freistil den dritten Platz belegt.
Für riesigen Jubel der rund 12.000 Zuschauer in der Schwimmhalle von Shanghai sorgte Sun Yang. Der 19-jährige Chinese schwamm über 1500 Meter Freistil Weltrekord und gewann seine zweite Goldmedaille bei der WM. Mit 14:34,14 Minuten war Yang schneller als Ryan Cochrane (14:44,46 Minuten) aus Kanada und dem Ungarn Gergo Kis (14:45,66). Der alte Weltrekord des Australiers Grant Hackett lag bei 14:34,56 Minuten. Bereits über 800 Meter Freistil hatte Yang triumphiert.
US-Star Ryan Lochte setzte seinen Siegeszug fort. Der dreimalige Olympiasieger siegte über 400 Meter Lagen in 4:07,13 Minuten. Sein Landsmann Tyler Clary wurde Zweiter (4:11,17), Yuya Horihata aus Japan holte Bronze (4:11,98). Mit seinem fünften Titel wurde Lochte auch bester Beckenschwimmer der WM. Mehr Goldmedaillen sicherte sich in Shanghai nur die russische Synchronschwimmerin Natalia Ischtschenko (sechs Erfolge).
Über 50 Meter Rücken verteidigte Liam Tancock seinen Titel. In 24,50 Sekunden setzte sich der Brite vor Europameister Camille Lacourt aus Frankreich (24,57 Sekunden) und dem Südafrikaner Gerhard Zandberg (24,66) durch. Helge Meeuw war bereits im Halbfinale ausgeschieden.
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Bei den Frauen gewann Jessica Hardy über 50 Meter Brust. In 30,19 Sekunden schlug sie die Amerikanerin vor Julija Jefimowa (30,49) aus Russland und ihrer Landsfrau Rebecca Soni (30,58) an. Über 50 Meter Freistil setzte sich Therese Alshammar durch. Die 33-jährige Schwedin siegte in Weltjahresbestzeit von 24,14 Sekunden vor den Niederländerinnen Ranomi Kromowidjojo (24,27) und Marleen Veldhuis (24,49). Weltrekordhalterin und Europameisterin Britta Steffen war bereits am Donnerstag nach ihren zuvor schwachen Leistungen abgereist.
Die Amerikanerin Elizabeth Beisel wurde zum ersten Mal Weltmeisterin. Über 400 Meter Lagen siegte sie in 4:31,78 Minuten vor Hannah Miley aus Großbritannien (4:34,22 Minuten) und der Australierin Stephanie Rice (4:34,23).