World Team Cup: Auf Haas war Verlass - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

World Team Cup Auf Haas war Verlass

Erfolgreicher deutscher Auftakt beim World Team Cup in Düsseldorf. Tommy Haas war der Garant für den Sieg über Schweden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Düsseldorf - Mit einer doppelten Energieleistung führte Haas die deutsche Tennis-Nationalmannschaft zum 2:1-Erfolg. Der Hamburger drehte ein fast schon verlorenes Einzel gegen Magnus Norman noch um und holte mit dem 6:7 (3:7), 7:6 (7:3), 6:4 den ersten Punkt. Den Sieg für den dreimaligen Pokalgewinner sicherte der 23- Jährige schließlich im Doppel an der Seite von David Prinosil durch ein 6:4, 6:3 gegen das Weltklasse-Duo Jonas Björkman/Niklas Kulti.

"Ich bin stolz, dieses Match noch umgebogen zu haben", sagte Haas. Abermals bewies er sein großes Kämpferherz, wenn er beim DTB-Team ist. Wann immer es in der Nationalmannschaft um etwas geht - auf "Tommy" kann sich Kapitän Carl-Uwe Steeb verlassen: "Wenn man zurückliegt und dann doch noch gewinnt, ist es ein absolut gutes Gefühl."

Die Zitterpartie heraufbeschworen hatte Nicolas Kiefer. Wie im Daviscup konnte der Holzmindener seine beste Leistung nicht abrufen und kassierte gegen Thomas Enqvist eine 2:6, 3:6-Niederlage. "Er hat heute alles getroffen. Und Glück hat er auch noch gehabt", sagte "Kiwi" nach der Partie, in der er nicht den Hauch einer Chance gehabt hatte. In keiner Phase der Partie konnte er an die Vorstellung von Rom anknüpfen, als er vor knapp drei Wochen den dritten Sieg im siebten Vergleich gegen den 27-Jährigen geholt hatte.

Auch in der anderen Begegnung der "Blauen Gruppe" musste das Doppel die Entscheidung bringen. Zunächst brachte Alex Corretja Spanien gegen Australien in Führung. Der frühere Weltmeister bezwang Lleyton Hewitt nach einem Fehlstart mit 3:6, 6:2, 6:3. Den Ausgleich schaffte Patrick Rafter, der sich mit 6:3, 6:2 gegen Juan Balcells durchsetzte.