Zahnpasta-Affäre Baumanns Antrag abgeschmettert
Stuttgart - Der Antrag von Olympiasieger Dieter Baumann, das Ende Mai eingestellte Verfahren in der "Zahnpasta -Affäre" wieder aufzunehmen, ist von der Staatsanwaltschaft Tübingen abgelehnt worden. Aufgrund neuer Hinweise aus Stasi-Unterlagen, in denen Anleitungen zu Anschlägen mittels vergifteter Zahnpasta aufgetaucht sind, hatte Baumann über seinen Anwalt Michael Lehner versucht, eine Wiederaufnahme zu erlangen.
Für den leitenden Oberstaatsanwalt Hans Ellinger indes gibt es "keinen Anlass", ein zweites Ermittlungsverfahren in dieser Sache zu eröffnen. "Uns liegt die Anregung seit Mitte vergangener Woche vor, wir haben das geprüft und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir die Ermittlungen nicht wieder aufnehmen", erklärte Ellinger.
Unterdessen hat der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) den Termin (14./15. September) für Baumanns Anhörung vor dem Arbitration Panel in Sydney bestätigt. Dort wird geklärt, ob der Olympiasieger von 1992 bei den Olympischen Spielen starten darf.