Zusammenleben: Witze in der WG Filzball - DER SPIEGEL
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Zusammenleben Witze in der WG Filzball

Statt wie sonst in luxuriösen Hotelsuiten wohnen die deutschen Tennisolympioniken zu sechs in einem Haus und müssen sich selbst um den Abwasch kümmern. Eine willkommene Abwechlung für die verwöhnten Weltenbummler.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Sie sind erst 22 und 23 Jahre alt, 27 und 24. Sie fliegen grundsätzlich Business-Class und wohnen in 500-Dollar-Suiten. Tennisprofis.

Für knapp zwei Wochen haben sie ihren Planeten verlassen und sind Down under angekommen. Bei Olympia.

"Der erste Augenblick war ein Schock", sagt Tommy Haas, deutscher Daviscup-Spieler und Millionär. Ein freundlicher Australier hat ihm sein Zimmer gezeigt. "Das ist ein Witz, oder?", hat Haas returniert. Der Witz war, dass er keiner war.

Inzwischen findet Haas Olympia "Klasse". Er teilt sich das Zimmer mit Reiner Schüttler. "Jeder von uns hat sieben Taschen und die benutzten Trainingshemden fangen langsam an zu riechen", amüsiert sich Haas. Die vier deutschen Tennisprofis und zwei Betreuer teilen sich ein Haus, eine Toilette und eine Dusche.

Man rückt zusammen. Man bekommt plötzlich mit, "dass der Carl-Uwe Steeb laut schnarcht", wie Nicolas Kiefer zu berichten weiß. Und geht gemeinsam einkaufen: einen Fernsehapparat, der hat nämlich gefehlt in der WG Filzball. "Wir sind viel zusammen", freut sich Kiefer, "das ist gut für den Daviscup."

Dann hat sich der Ausflug auf den Planeten Olympia ja schon gelohnt.