Zwangspause: Demonstranten stoppen Armstrong und Co. - DER SPIEGEL
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Zwangspause Demonstranten stoppen Armstrong und Co.

Die Ausreißergruppe ließen sie noch passieren. Globalisierungsgegner haben per Sitzblockade das Hauptfeld für kurze Zeit gestoppt. Mittendrin im wartenden Pulk: der führende Lance Armstrong mitsamt seinen schärfsten Kontrahenten. Erst nach einer rabiaten Räumungsaktion der Polizei rollte das Peloton weiter.
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Marseille - Am Dienstag während der 10. Etappe zwischen Gap und Marseille hat eine Demonstration für kurzfristige Aufregung gesorgt. Eine Gruppe von Globalisierungsgegnern, die die Freilassung ihres inhaftierten Gesinnungsgenossen José Bové forderten, hatte sich bei Kilometer 147,5 entlang der Strecke postiert und mit Plakaten und Sprechchören ihrer Meinung kundgetan.

Während die neunköpfige Ausreißergruppe problemlos an den Protestierenden vorbeiziehen konnte, kam es zu empfindlichen Störungen, als sich das Peloton näherte. Während sich mancher aus dem Hauptfeld an den Demonstranten vorbeimogeln konnte, wurde ein Großteil des Pelotons gestoppt. Fast zwei Minuten dauerte die Unterbrechung, bei der Polizisten für Ordnung sorgen mussten.

Die Rennjury hat daraufhin die Kundgebung als "Zwischenfall im Rennen" erklärt. Die eineinhalb Minuten, die aufgrund der Straßenblockade verloren gingen, bleiben stehen. Dadurch hat sich der ohnehin schon große Rückstand des Hauptfelds auf über 24 Minuten vergrößert. Für die Gesamtwertung hat dies aber keine größere Bedeutung, denn sämtliche Spitzenfahrer befanden sich im Peloton und waren von dem Zwischenfall im gleichen Maße betroffen.