Zweite Tour-Etappe: Cavendish siegt im Massensprint - DER SPIEGEL
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Zweite Tour-Etappe Cavendish siegt im Massensprint

Rechtzeitig angezogen: Mark Cavendish hat die zweite Etappe der Tour de France gewonnen. Im Massensprint war der Columbia-Fahrer der Schnellste. Lange Zeit hatten vier Ausreißer das Peloton auf Abstand halten können, wurden am Ende jedoch eingeholt. Das Gelbe Trikot behält Fabian Cancellara.
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Hamburg - Mark Cavendish hat die zweite Etappe der 96. Tour de France gewonnen. Der Brite siegte nach 187 Kilometern von Monte Carlo nach Brignoles im Massensprint vor Tyler Farrar (USA) vom Team Garmin und Romain Feillu (Frankreich/Agritubel). Bester Deutscher war Gerald Ciolek vom Milram-Team auf Rang sechs.

"Wir sind sehr erleichtert. Auf Mark lag heute sehr viel Druck, aber er kann damit sehr gut umgehen", sagte Columbia-Sportdirektor Rolf Aldag nach dem Rennen. Cavendish darf nun im Grünen Trikot des Punktbesten weiterfahren. "Ich bin sehr glücklich", sagte der 24-Jährige.

Ein Massensturz wenige hundert Meter vor dem Ziel riss ein Loch ins Feld, so dass der an dritter Position fahrende Cavendish nahezu gefahrlos zum Sieg sprintete. Für ihn war es der fünfte Tour-Etappensieg seiner Karriere. "Das war ein hektisches Finale. Durch den Sturz ist ein Loch zum Columbia-Zug entstanden", sagte Ciolek, der mit der Leistung seines Teams zufrieden war.

Lange Zeit konnten die vier Ausreißer Stef Clement vom Team Rabobank, Stephane Augé (Cofidis), Jussi Veikanen (Française des Jeux) und AG2R-Kapitän Cyril Dessel das Peloton auf Abstand halten, doch kurz vor dem Ziel wurden sie vom Hauptfeld eingeholt.

Das Gelbe Trikot verteidigte Auftaktsieger Fabian Cancellara (Saxo Bank) aus der Schweiz, der wie auch Mitfavorit Alberto Contador (Spanien), Andreas Klöden, Vorjahressieger Carlos Sastre und Rückkehrer Lance Armstrong mit dem Hauptfeld ins Ziel kam.

Die dritte Etappe am Montag (13 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) führt von Marseille nach La Grande-Motte. Die Flachetappe scheint auf den ersten Blick wie für Sprinter gemacht. Lediglich zwei Berge der vierten Kategorie sind auf dem 196,5 Kilometer langen Teilstück zu bewältigen. Allerdings könnte der Wind dem Peloton schwer zu schaffen machen. Vor dem einen Tag später folgenden Teamzeitfahren dürften die Sprinter beim Finish an der Mittelmeerküste in La Grande-Motte ihre Chance suchen.

bka/sid/dpa