Naomi Osaka: Tennisstar nach Auszeit zurück auf dem Platz - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Ehemalige Weltranglistenerste Naomi Osaka ist zurück auf dem Tennisplatz

Etwas eingerostet sei sie, schreibt Naomi Osaka, doch es fühle sich gut an: Zwei Monate nach ihrem überraschenden Rückzug vom Tennissport deutet die viermalige Grand-Slam-Siegerin eine Rückkehr an.
Naomi Osaka bei den French Open 2021
Naomi Osaka bei den French Open 2021

Naomi Osaka bei den French Open 2021

Foto: CHRISTIAN HARTMANN / REUTERS

Sie habe herausfinden wollen, was sie machen will. Das hatte Naomi Osaka vor knapp zwei Monaten in New York gesagt, als sie nach ihrem Drittrunden-Aus bei den US Open eine Pause vom Tennissport angekündigt hatte. Wann und ob sie überhaupt wieder Tennis spielen werde, hatte sie offengelassen.

Seit Freitag ist zumindest klar: Sie spielt wieder. »Etwas eingerostet, aber es fühlt sich gut an, zurück zu sein«, schrieb die viermalige Grand-Slam-Siegerin zu Bildern von sich auf einem Trainingscourt.

Osakas Post beendet vorerst Spekulationen über die Zukunft der 24-Jährigen nach emotional aufreibenden Monaten.

Bereits im Mai hatte sich Osaka wegen eines Streits um ein angekündigtes Fernbleiben bei den obligatorischen Medienrunden während der French Open zurückgezogen. Anschließend gestand sie Probleme mit Depressionen ein und ließ auch das Turnier in Wimbledon aus. Bei den Olympischen Spielen in Tokio schied sie im Achtelfinale aus.

Mehr zum Thema

Bei den anschließenden US Open gestand sie dann ein, dass Siege sie nicht mehr glücklich machen würden. »In letzter Zeit, wenn ich gewinne, bin ich nicht glücklich, es fühlt sich mehr wie eine Erleichterung an, und wenn ich verliere, bin ich sehr traurig«, sagte sie und kündigte an: »Ich glaube, ich werde für eine Weile eine Pause vom Tennisspielen einlegen.«

Diese Pause ist nun augenscheinlich vorbei. Weitere Informationen, ob sie etwa die Australian Open im Januar als Start in die Grand-Slam-Saison in Angriff nehme werde, um ihren Titel zu verteidigen, teilte Osaka in ihrem aktuellen Post nicht, bedankte sich aber »für die vielen netten Nachrichten«: »Ich weiß das wirklich zu schätzen.«

sak