Rafael Nadal: Schmerzen nach dem Spitzensport – wie Nadal sein Tief überwand - DER SPIEGEL
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Bericht über neuen Alltag Schmerzen nach dem Spitzensport – wie Tennis-Rentner Nadal sein Tief überwand

Der Wechsel vom Profi-Dasein ins Normalo-Leben ist für ehemalige Spitzensportler oft schwierig. Ex-Tennisstar Rafael Nadal berichtet nun über seinen neuen Alltag. Für ihn besonders wichtig: eine neue Behandlung. Und Sardellen zum Frühstück.
Rafael Nadal: »Ich liebe das Meer«
Rafael Nadal: »Ich liebe das Meer«

Rafael Nadal: »Ich liebe das Meer«

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Dimitar Dilkoff / AFP

Jahrzehntelang drehte sich Rafael Nadals Leben um Tennis, Tennis, Tennis. Der 22-fache Grand-Slam-Sieger begann seine beeindruckende Karriere 2001 als 15-Jähriger und beendete sie nach dem Davis-Cup-Finalturnier im November 2024. Heute führt Nadal, mittlerweile 40 Jahre alt, das Leben eines Tennis-Rentners.

Der US-Zeitung »Wall Street Journal « hat der Spanier, der als Investor in zahlreichen Geschäftsfeldern tätig ist, unter anderem in einer Sportvermarktungsfirma und einer Hotelkette, nun anlässlich einer Dokumentation über sein Leben Einblicke in seinen neuen, privaten Alltag gegeben.

Der Tag startet früh, im Schnitt gegen Viertel vor Sieben, sagt Nadal. Nach dem Frühstück – für Nadal gibt es Toast mit Sardellen, aber keinen Kaffee (»Ich mag den Geruch, aber trinke keinen«) – fährt er seinen Sohn in die Schule, die er selbst mit aufgebaut hat: eine Tennisakademie und -schule.

Derzeit macht Nadal Tennispause

Fitness ist für Nadal immer noch wichtig, dreimal in der Woche gehe er normalerweise ins Fitnessstudio: »Ich trainiere normalerweise von 8.30 bis zehn Uhr und gehe dann ins Büro«, erzählt Nadal, dem es gesundheitlich »viel besser« gehe: »Nach meinem Rücktritt hatte ich etwa sechs bis acht Monate lang eine sehr schwere Zeit«, erzählt er.

Nadal berichtet davon, dass er am Ende seiner Karriere eine Behandlung gefunden habe, die ihm geholfen habe, die Schmerzen im Fuß besser zu ertragen. Dank der Behandlung und auch aufgrund der Tatsache, dass er seinen Körper nicht mehr an seine Grenzen treibe, könne er ein »sehr positives Leben führen«, sagt Nadal, der an einer degenerativen Erkrankung im Fuß leidet, dem sogenannten Müller-Weiss-Syndrom. Bei dieser seltenen Diagnose stirbt das Kahnbein, ein kleiner Knochen im mittleren Fußwurzelbereich, langsam ab.

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Auch für seine vielfältigen Hobbys hat Nadal nach dem Ende seiner Karriere mehr Zeit. »Am wichtigsten ist es mir, Zeit mit der Familie zu verbringen, aber ich spiele auch sehr gern Golf. Ich liebe Fußball. Ich liebe das Meer. Ich liebe das Angeln und eigentlich alle Aktivitäten auf dem Meer. Und ich mochte schon immer Kino.« Vor allem alte Filme guckt Nadal gern: »Jenseits von Afrika«, »Lawrence von Arabien« oder »Vom Winde verweht«.

Tennis spielt Nadal, der wohl mehr Zeit auf Tennisplätzen verbracht haben dürfte als viele andere Menschen, derzeit nicht. »Ich hatte eine Handverletzung und musste mich im vergangenen Dezember operieren lassen. Daher konnte ich einige Monate lang überhaupt nicht spielen«, sagt er.

Ein wenig Hoffnung macht er jedoch seinen vielen Fans: »In Zukunft möchte ich gern ein paar Showmatches bestreiten.«

bka