Neuauflage des Finals von 2023 Alcaraz verteidigt Wimbledon-Titel gegen fast chancenlosen Djokovic
Carlos Alcaraz mit dem Wimbledon-Pokal, im Vordergrund der unterlegene Novak Djokovic
Foto:Clive Brunskill / Getty Images
Zum zweiten Mal in Folge hat der spanische Tennisprofi Carlos Alcaraz den Wimbledon-Titel geholt. Gegen Novak Djokovic aus Serbien setzte sich Alcaraz im Finale 6:2, 6:2, 7:6 (7:4) durch. Für den 21-Jährigen ist es nach dem French-Open-Triumph im Juni bereits der zweite Grand-Slam-Titel in diesem Jahr und der vierte seiner Karriere.
»Das ist für mich das schönste Turnier, der schönste Platz und die offensichtlich schönste Trophäe«, sagte Alcaraz nach einer einseitigen Partie. »Anerkennung für Carlos, er hat heute perfektes Tennis gespielt«, sagte Djokovic. »Ich habe versucht, es etwas hinauszuzögern. Aber er ist ein verdienter Champion.«
From a feat of clay to a masterclass on grass 🧡💚
— Wimbledon (@Wimbledon) July 14, 2024
Only six men in the Open Era have won Roland Garros and Wimbledon in the same year:
Rod Laver
Bjorn Borg
Rafael Nadal
Roger Federer
Novak Djokovic
Carlos Alcaraz#Wimbledon | @rolandgarros pic.twitter.com/vK78bKkP7G
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Djokovic verpasste seinen achten Wimbledon-Titel, durch den er mit Roger Federer gleichgezogen wäre. Im Frauen-Einzelfinale hatte am Samstag die Tschechin Barbora Krejčíková gegen Jasmine Paolini gewonnen.
Schon 2023 waren Djokovic und Alcaraz im Endspiel des Rasenklassikers aufeinandergetroffen. Damals hatte der Spanier ein umkämpftes Spiel in fünf Sätzen gewonnen. Vor den Augen von Prinzessin Kate war der 37 Jahre alte Djokovic diesmal von Beginn an deutlich unterlegen und musste schon im ersten Spiel seinen Aufschlag abgeben.
Selbst Djokovic klatschte anerkennend
Alcaraz dagegen ließ in den ersten beiden Sätzen lediglich eine Breakchance zu, die jedoch folgenlos blieb. Djokovic, dessen Wimbledon-Teilnahme nach einer Knieverletzung lange fraglich gewesen war, zeigte sich ungewohnt fehleranfällig. Nach seinem dritten Doppelfehler der Partie lag er 2:5 im zweiten Durchgang hinten.
Musste sich ganz lang machen: Carlos Alcaraz auf dem Centre Court
Foto: Henry Nicholls / AFPMit unerreichbaren Stoppbällen, direkten Punktgewinnen von der Grundlinie oder Passierbällen beeindruckte Alcaraz auf dem Centre Court. Der Youngster returnierte gut und ließ bei eigenem Aufschlag, anders als im vorherigen Turnierverlauf, kaum etwas zu. Nicht nur die 15.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, auch Djokovic musste anerkennend klatschen.
Erst als die Partie im dritten Satz schon entschieden schien, offenbarte Alcaraz erstmals Schwächen. Bei 40:0-Führung vergab er drei Matchbälle, einen davon per Doppelfehler. Djokovic nutzte Alcaraz’ Unkonzentriertheiten, um die Partie noch einmal spannend zu machen. Der dritte Satz ging in den Tiebreak, den Djokovic mit einem einfachen Volleyfehler begann. Nach 2:27 Stunden verwandelte Alcaraz seinen vierten Matchball.