Teures Doping - DER SPIEGEL
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RADSPORT Teures Doping

• aus DER SPIEGEL 20/2007
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Seit Monaten bestimmen Diskussionen über Doping den Radsport - den daraus entstehenden Image-Schaden hat die Karlsruher Medienanalyse-Firma IFM nun in Zahlen übersetzt. So haben die Frühjahrsklassiker der ProTour-Serie an Publikumsgunst eingebüßt. Die Live-Übertragungen der Flandern-Rundfahrt verfolgten 77 Prozent weniger Zuschauer als im Jahr zuvor. Der Doping-Skandal um den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes im Vorfeld der letzten Tour de France zeigte bereits unmittelbar nach Bekanntwerden Wirkung: Teamsponsoren wie Rabobank oder Quick Step waren in den größten TV-Märkten des Radsports statt 26,5 nur 23,5 Stunden im Bild. Der Werbewert, der Sponsoren über den Nutzen ihrer Aufwendungen Auskunft gibt, lag bei der Tour 2006 sogar 52 Prozent unter Vorjahr. Die zwei größten deutschen Radsport-Sponsoren, Gerolsteiner und T-Mobile, sind Namensgeber eines Pro-Tour-Teams. Ob T-Mobile seinen bis 2010 laufenden Vertrag vorzeitig kündigt, hängt von der Entwicklung der aktuellen Doping-Debatte ab. Gerolsteiner will die Tour de France abwarten und dann entscheiden, ob man das Engagement nach 2008 fortführt.

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