Baseball Diamondbacks beißen zurück
Phoenix - Die Diamondbacks deklassierten die New York Yankees vor 49.707 Zuschauern im ausverkauften Ball One Ballpark von Phoenix am Samstagabend mit 15:2 und glichen in der Best-of-seven-Serie der Major League Baseball (MLB) zum 3:3 aus. Das alles entscheidende siebte Playoffspiel findet am Sonntagabend wiederum in Phoenix statt. Dann wird Curt Schilling an Stelle des am Samstag überragenden Diamondbacks-Pitchers Randy Johnson werfen.
"Das war eine Sache, die du niemals für möglich gehalten hättest, doch es ist passiert. Das einzig Positive ist jetzt, dass nur noch ein Spiel ist. Jetzt geht es endlich um alles, das wird uns richtig stark machen", blieb Yankees-Cheftrainer Joe Torre nach New Yorks höchster Niederlage in 293 Playoff-Spielen nur noch Zweckoptimismus.
"Der Heimvorteil ist unbezahlbar"
Durch den Erfolg der erst seit 1998 in der MLB spielenden Diamondbacks - im Amerikanischen eine besondere Klapperschlangenart - haben die Finalisten ihre bisherigen drei Heimspiele jeweils gewonnen. Doch während New York die beiden letzten Partien im Yankees Stadium nur mit viel Glück nach Verlängerung für sich entscheiden konnte, sind die Diamondbacks zuhause eine Klasse für sich. Schon in den ersten beiden Heimpartien hatte Arizona den MLB-Rekordgewinner mit 9:1 und 4:0 entzaubert.
"Der Heimvorteil ist unbezahlbar. Wir wollen jetzt das noch vor wenigen Tagen für unmöglich gehaltene möglich machen. Unser aller Traum wird sich erfüllen", ist Arizonas Manager Bob Brenly optimistisch. Wenn dessen Team am Sonntag so spielt wie beim jüngsten 15:2-Triumph, ist die Sache klar: Schon nach vier von neun Innings führten die Diamondbacks mit 15:0. Der als krasser Außenseiter ins Titelrennen gestartete Meister der National League erzielte insgesamt 22 Hits und überbot damit den World-Series-Rekord der New York Giants (1921) und der St. Louis Cardinals (1946).