Klatsche für Dallas Nowitzki-Aus nach sieben Minuten
Phoenix - Beim 90:121 hatte Dallas gegen die Phoenix Suns nicht den Hauch einer Chance und kassierten dabei die bislang höchste Saisonniederlage. Nur im ersten Viertel (23:26) konnten die Mavs einigermaßen mithalten, danach brachen alle Dämme in der Verteidigung. "Wir waren heute überhaupt nicht anwesend", schimpfte Mavericks-Coach Don Nelson nach der Partie, "ich bin sehr enttäuscht über diese Vorstellung." In der Rebound-Kategorie wurde Dallas mit 52:32 von den Suns übertrumpft.
Viel schwerer als die Klatsche wiegt aber die Verletzung von Dirk Nowitzki, der bereits sieben Minuten nach dem Tipp-Off mit einer Knöchelverletzung ausgewechselt werden musste - er war unglücklich auf dem rechten Fuß gelandet und dabei umgeknickt. Wie lange Nowitzki seinem Team fehlen wird, war nach einer ersten Diagnose unklar. "Dirk hat schwache Knöchel. Wir können nur hoffen, dass die Probleme nicht in den wichtigen Phasen der Saison auftreten", sagte Nelson, der schon während der vergangenen Playoffs in drei Finalspielen der Western Conference gegen die San Antonio Spurs auf den deutschen Nationalspieler hatte verzichten müssen. Nowitzki war zudem bereits im vorletzten Sommer am Knöchel operiert worden. Sein Einsatz in der Begegnung am Freitag gegen die Denver Nuggets ist äußerst fraglich.
Bester Spieler auf dem Parkett war Suns-Spielmacher Stephen Marbury, der neben zwölf Vorlagen auch für 18 Punkte sorgte. Die meisten Punkte für die Suns erzielten Joe Johnson (21) und Penny Hardaway (20). Für Dallas war Antawn Jamison mit 17 Punkten erfolgreich. Michael Finley und Antoine Walker steuerten je 14 Punkte bei. Dallas (10 Siege/5 Niederlagen) konnte trotz der Niederlage seine Tabellenführung in der Midwest Division der Western Conference verteidigen, Phoenix (7/7) rückte in der Pacific Division auf den vierten Rang vor.
Lakers siegen
Während sich die Mavericks bis zum Spiel in Denver am Thanksgiving-Feiertag von dem Phoenix-Schock erholen wollen, untermauerten die Los Angeles Lakers ihre Ambitionen als Saison-Mitfavorit durch den achten Saison-Heimsieg. Selbst ohne den wegen einer Wadenzerrung fehlenden Star-Center Shaquille O'Neal fegten die Lakers die Washington Wizards 120:99 vom Parkett. Bereits zur Halbzeit führten die Gastgeber, die in Kobe Bryant (22 Punkte) ihren überragenden Spieler hatten, deutlich mit 61:36. Für Los Angeles war es der 23. Heimsieg in Folge in regulären Saisonspielen.