MLB-Triumph: Chicago endlich erlöst - DER SPIEGEL
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MLB-Triumph Chicago endlich erlöst

88 Jahre mussten die Chicago White Sox warten, und dann ging plötzlich alles ganz schnell. Mit einem "Sweep" schaffte das Baseballteam aus Illinois den Sieg in der 101. World Series. Gegner Houston Astros verlor auch das vierte Spiel des Best-of-seven-Finales.
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Houston - Mit einem 1:0-Sieg in Houston holte Chicago den nötigen vierten Erfolg. Für den Meister der American League war es der erste Triumph in der World Series seit 1917. Elf Jahre zuvor hatten die White Sox erstmals den Titel geholt. Verlierer Houston, Meister der National League, hatte erstmals in der 44-jährigen Clubgeschichte die Finalserie erreicht.

Nach sieben Innings ohne Punktgewinn schaffte Chicagos Jermaine Dye im achten Durchgang mit seinem dritten und letzten Schlag die siegbringende Aktion. Der später zum wertvollsten Spieler (MVP) gewählte Rightfielder sorgte dafür, dass Willie Harris "nach Hause" kam. "Ich kann nicht fassen, dass wir es wirklich geschafft haben", strahlte Sox-Catcher A.J. Pierzynski. "Ich hoffe, dass es kein Traum ist", sagte Clubbesitzer Jerry Reinsdorf.

Chicago hatte sich am Dienstag mit dem 7:5-Sieg in Houston den Matchball verschafft. Die Partie, die 5:41 Stunden gedauert hatte, war die längste in der Geschichte der World Series. Die beiden ersten Begegnungen des Finales hatte der nun dreimalige MLB-Champion Chicago 5:3 und 7:6 gewonnen.

Schon in der vergangenen Saison hatte der MLB-Meister lange auf seinen Sieg warten müssen: Die Boston Red Sox holten 2004 nach 86 Jahren erneut den Titel. Eine weitere Parallele: Auch Boston war in der Finalserie gegen die St. Louis Cardinals ein "Sweep" gelungen - der Gesamtsieg ohne eine einzige Niederlage. In der Geschichte der World Series ist dieses Kunststück nun bereits zum 19. Mal gelungen.

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