NBA Debakel für Nowitzki
Houston - "Diese Niederlage war noch schlimmer als die gegen Detroit", fluchte Dirk Nowitzki als er in Houston vom Parkett schlich. Zwei Tage nach dem 89:115 bei den Pistons kam der deutsche Star mit den Dallas Mavericks bei den Housten Rockets mit 87:124 unter die Räder. Das war die höchste Niederlage seit vier Jahren.
Extrem abgebaut
"In der Pause dachten wir, wir können gewinnen. Doch Houston
spielte danach groß auf, und wir bauten extrem ab", bilanzierte
Nowitzki. Zur Halbzeit hatten die Mavericks lediglich mit 52:56
zurückgelegen. Mit 13 Punkten blieb Nowitzki, der wegen seines
lädierten linken Knöchels nur 29 Minuten spielte, erneut weit unter
den Erwartungen. Bester Mavericks-Werfer war Steve Nash mit 21
Zählern. Bei den Rockets traf Steve Francis (33) am häufigsten. Nach
ihrer insgesamt vierten Niederlage liegen die Mavericks (6 Siege) in
der Midwest Division hinter den Minnesota Timberwolves (8/1) und den
San Antonio Spurs (7/2) weiter auf dem dritten Tabellenrang.
Trotz seines Saison-Punktrekordes von 44 Zählern unterlag Jordan
mit den Washington Wizards im heimischen MCI Center den Utah Jazz mit
92:101. Es war seine sechste Niederlage hintereinander. Eine so lange
Negativserie erlebte der sechsmalige NBA-Champion nur einmal mit den
Chicago Bulls im April 1989. "Das ist schon hart, immer nur zu
verlieren. Ich dachte, meine Mitspieler würden schneller begreifen,
worum es geht", stellte der von seinen schwachen Team-Kollegen wieder
im Stich gelassene Jordan frustriert fest.
Jordan ohne Unterstützung
"Sie werden immer nervöser. Dabei lastet der Hauptdruck auf mir.
Mir ist klar geworden, dass meine Mitspieler doch noch einige Zeit
brauchen werden, um eine bessere Rolle in der Liga zu spielen", sagte
Jordan. Mit zwei Siegen und sieben Niederlagen rangieren die Wizards
in der Atlantic Division auf dem letzten Rang.
Spitzenreiter der Pacific Division bleiben die Los Angeles Lakers,
die allerdings im achten Saisonspiel erstmals patzten. Der
Titelverteidiger zog bei den Phoenix Suns mit 83:95 den Kürzeren.
Bester Suns-Werfer war Penny Hardaway mit 20 Punkten. Bei den Lakers
war Shaquille O'Neal (28) am erfolgreichsten. Der bullige Center
hatte sich im Vorfeld des Spiels ein heftiges Wortgefecht mit
Headcoach Phil Jackson geliefert. Dabei gab er dem Trainer-Guru
deutlich zu verstehen, dass er die ständige Kritik an seiner Person
satt hat und es ihn nicht mehr interessiert, was Jackson zu ihm sagt.
Der Erfolgscoach wollte sich zu den Differenzen nicht äußern.