NBA Detroit Pistons feuern Coach
Detroit - "Wir schätzen die beiden großartigen Spielzeiten, die die Mannschaft mit Larry genießen durfte", sagte Dumars. Pistons-Sprecher Matt Dobek sprach von einer "Lösung in beiderseitigem Einverständnis".
Davon wollte aber Brown-Manager Joe Glass nichts wissen. Brown sei bereit gewesen, das Team auch in der kommenden Saison zu coachen, "die Mannschaft wollte den Trainer aber nicht wieder haben", so Glass. Auf die Frage, ob das Team den Trainer gefeuert habe, reagierte Sprecher Dobek genervt: "Sagen Sie doch, was Sie wollen."
Der Club aus der Eastern-Conference hatte Brown vor zwei Jahren als Trainer engagiert. 2004 führte er die Pistons zum NBA-Titel. Diese Saison unterlag Detroit erst im Finale den San Antonio Spurs. "Es waren zwei wunderbare Jahre, die mir niemand nehmen kann", sagte der Trainer nach seiner Entlassung.
Ein Grund für den Rausschmiss war wohl die Krankenakte Browns. Bei einer Hüftoperation im November und einem zweiten Eingriff im März waren Komplikationen aufgetreten. "Sein gesundheitlicher Zustand ist nicht hundertprozentig und er hat sich auch nicht viel verbessert", räumte Brown-Manager Joe Glass ein.
Zudem gab es Gerüchte, wonach die Clubbosse sauer waren, dass Brown ein klares Bekenntnis zu Detroit vermissen ließ. Cleveland und New York waren immer wieder als neue Arbeitgeber des 64-Jährigen im Gespräch. Vor allem Knicks-Boss Isiah Thomas sucht noch händeringend nach einem geeigneten Coach für die kommende Spielzeit.
Die Pistons haben inzwischen einen neuen Coach verpflichtet. Flip Saunders, ehemaliger Trainer der Minnesota Timberwolves, unterschrieb einen Vierjahresvertrag in Detroit.