NBA-Finale: Die Nets wehren sich - DER SPIEGEL
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NBA-Finale Die Nets wehren sich

Ein spielerischer Leckerbissen war auch die vierte Partie der NBA-Endspielserie nicht. New Jersey und San Antonio überboten sich an Fehlwürfen. Immerhin bleibt das Finale spannend, konnten die Nets gegen die favorisierten Spurs doch ausgleichen.
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East Rutherford - Das Rennen um die NBA-Meisterschaft ist wieder völlig offen. Die New Jersey Nets besiegten am Mittwoch die San Antonio Spurs mit 77:76 und schafften in der Best-of-Seven-Serie den 2:2-Ausgleich. In einer erneut erschreckend schwachen Partie waren Nets-Forward Kenyon Martin mit 20 Punkten sowie San Antonios Tim Duncan mit 23 Zählern die erfolgreichsten Werfer. In der fünften Begegnung am Freitag hat wiederum New Jersey Heimrecht.

"Gegen San Antonio hilft keine Schönspielerei. Man muss fighten, fighten, fighten", sagte Nets-Guard Jason Kidd beinahe entschuldigend. Warum sein Team aber in den letzten vier Minuten und elf Sekunden keinen einzigen Wurf aus dem Feld verwandeln konnte und sich nur mit Freiwürfen über die Zeit rettete, vermochte auch Kidd nicht zu erklären. Zu New Jerseys Glück verabschiedete sich auch die Spurs-Offensive bereits vor der Schlusssirene.

San Antonio schaffte in den letzten viereinhalb Minuten gerade einmal jenen unbedeutenden Korb, den Duncan in allerletzter Sekunde zustande brachte. Am Ende standen indiskutable Wurfquoten zu Buche. Der hohe Titelfavorit San Antonio verwandelte nur 26 seiner 90 Wurfversuche (Trefferquote: 28,9 Prozent). New Jersey war mit 28 Treffern bei 78 Versuchen nur unwesentlich besser (35,9 Prozent).

TV-Quoten dramatisch niedrig

Die TV-Einschaltquoten sind ebenfalls alles andere als erfreulich. Im Vergleich zum Vorjahr weisen die ersten beiden Finalspiele einen Rückgang von 40 und 29 Prozent auf. NBA-Commissioner David Stern zog am Mittwoch dennoch ein positives Fazit: "Das Interesse weltweit ist sensationell. Dazu haben auch die vielen internationalen Zugänge der letzten Jahre beigetragen."

Der phlegmatische Auftritt der New Jersey Nets und der San Antonio Spurs konnte zumindest der Stimmung am Mittwochabend in der ausverkauften Continental Airlines Arena von East Rutherford nichts anhaben. Das lag auch an prominenten Gästen: Die Stars des am Vortag gekrönten Eishockey-Meisters New Jersey Devils präsentierten vor Beginn des Schlussviertels stolz den Stanley Cup.

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