NBA-Finale: Nets narren die Spurs - DER SPIEGEL
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NBA-Finale Nets narren die Spurs

Was nach dem souveränen Erfolg zum Auftakt wie ein Spaziergang für San Antonio Richtung NBA-Titel aussah, scheint nun doch eine weitaus härtere Angelegenheit zu werden. Mit einem überraschenden Auswärtssieg bei den Spurs konnten die New Jersey Nets in der Best-of-Seven-Serie ausgleichen.
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San Antonio - New Jersey gewann das zweite Finale der NBA-Endspielserie am Freitagabend mit 87:85 in San Antonio. Zwei Tage zuvor hatten die Nets an gleicher Stelle zum Auftakt noch mit 89:101 den Kürzeren gezogen. Im dritten Duell am Sonntag hat New Jersey erstmals Heimvorteil. Die Begegnungen vier und fünf werden ebenfalls beim Sieger der Eastern Conference ausgetragen.

Durch eine deutlich verbessertes Abwehrverhalten konnten die Gäste das beste Team der Vorrunde überraschend in Schach halten. Entscheidend für die erfolgreiche Deckungsarbeit der Nets war der 20-minütige Einsatz von Dikembo Mutombo. Der 15-malige All-Star, der wegen einer Handverletzung fast die gesamte Saison gefehlt hatte, erwies sich als nahezu unüberwindbare Hürde für die Stars der favorisierten Spurs.

Vor allem Tim Duncan tat sich schwer und kam nur auf 19 Punkte und zwölf Rebounds. Zudem vergab der Topscorer der Texaner sieben von zehn Freiwürfen. Bester Spurs-Werfer in der zweiten Finalpartie war Tony Parker mit 21 Punkte. Bei den Nets erzielte Jason Kidd 30 Punkte.

"Zu spät unsere Form gefunden"

Nachdem New Jersey zur Halbzeit bereits mit 41:35 geführt hatte, baute der Ost-Meister seinen Vorsprung bis 3:35 Minuten vor Ende des dritten Viertels auf 62:47 aus. Die Spurs kamen zwar noch einmal heran. Doch in der Schlussekunde prallte Stephen Jacksons Drei-Punkte-Wurf, der dem Dallas-Bezwinger noch den Sieg gebracht hätte, vom Korbrand ab.

"Wir haben über weite Strecken jeglichen Respekt vermissen lassen. Als wir zu unserer Form gefunden hatten, war es bereits zu spät", schimpfte Spurs-Coach Gregg Popovich. Matchwinner Kidd war hingegen überaus zufrieden: "Voriges Jahr haben wir im Endspiel gegen die Los Angeles Lakers kein einziges Match gewonnen. Ich bin froh, dass uns das nicht noch einmal passiert ist."

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