NBA: Nets demütigen Michael Jordan - DER SPIEGEL
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NBA Nets demütigen Michael Jordan

Bittere Lehrstunde für den Superstar. Nach einer desolaten Vorstellung musste Michael Jordan mit seinen Washington Wizards bei den New Jersey Nets mit 67:111 die höchste Niederlage seiner Laufbahn hinnehmen.
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East Rutherford - Die Nets verteidigten durch den überzeugenden Sieg ihre Führung in der Atlantic Division der Eastern Conference mit nunmehr 26 Siegen und elf Niederlagen souverän. Washington liegt mit der ausgeglichenen Bilanz von 18 Siegen bei 18 Niederlagen auf dem vierten Rang.

Zuschauer schütteln den Kopf


Erstmals war in dieser Saison die Continental Airlines Arena in East Rutherford vor den Toren New Yorks mit 20.049 Zuschauern ausverkauft. Es war das erste Gastspiel Jordans in dieser Saison bei den Nets. "In erster Linie sind die Zuschauer wegen Michael gekommen. Aber ich hoffe, dass einige anschließend den Kopf geschüttelt haben über uns", sagte Nets-Coach Byron Scott. Das Team aus den Suburbs von New York ist die Überraschungsmannschaft der diesjährigen NBA.

"Das war eine Lehrstunde, die peinlichste Lehrstunde, die es geben kann", musste Jordan anschließend zerknirscht zugeben. Die Niederlage mit 44 Punkten Unterschied ist gleichzeitig die höchste in Jordans Karriere. Bislang stand eine 112:75-Schlappe der Chicago Bulls bei den New York Knicks aus dem Jahre 1992 als höchste Niederlage in Jordans Karriere.

73:31 zur Pause


Von Beginn an waren die Nets die Chefs auf dem Parkett. Schon nach Sekunden verwandelte Jordans Gegenspieler Kenyon Martin einen Dunk und sorgte für einen Sturmlauf der Mannschaft um Jason Kidd. Die ersten 13 Wurfversuche der Nets landeten sicher im Korb und zur Halbzeit schon führten sie mit 41 Punkten Unterschied. 72:31 war der Pausenstand.

Jordan, der im Hinspiel in Washington am Silvesternachmittag noch mit 45 Punkten geglänzt hatte, spielte diesmal nur 18 Minuten und verfolgte das Debakel in erster Linie von der Bank aus. Mit zehn Punkten, einer Vorlage und zwei Rebounds blieb deutlich er unter den Erwartungen zurück. Selbst als die Zuschauer in der zweiten Halbzeit mit vehementen "Jor-dan, Jor-dan"-Rufen den Einsatz des Superstars forderten, blieb er an der Seitenlinie sitzen.

Es gibt die Nets wirklich


Bei den Nets war Keith Van Horn mit 27 Punkten der treffsicherste Schütze, Kidd steuerte zwölf Vorlagen bei. "Das ganze Jahr schon haben wir versucht, die Herzen der Zuschauer zu gewinnen", erzählte Van Horn anschließend glücklich. "Jedes Mal, wenn wir bei so einem wichtigen Spiel siegen, kapieren die Menschen, dass es uns wirklich gibt. Ich denke, wir haben heute einige Freunde hinzugewonnen."

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