NBA Nowitzki will keinen "herumpfuschen" lassen
Sacramento - Auch ohne Dirk Nowitzki haben die Dallas Mavericks das NBA-Spitzenspiel bei den Sacramento Kings mit 113:100 für sich entschieden. Sacramento, das punktbeste Team der NBA, hatte zuvor elf Partien in Folge gewonnen, verlor nun aber schon zum zweiten Mal in dieser Saison in heimischer Halle gegen die Mavericks. Dallas liegt zwei Spieltage vor dem Ende der Vorrunde mit 56 Siegen bei 24 Niederlagen hinter Sacramento (60:20) gleichauf mit den San Antonio Spurs und den Los Angeles Lakers. Der Titelverteidiger unterlag bei den Portland Trailblazers nach zweifacher Verlängerung mit 120:128.
"Sache der Mavericks"
Nowitzki musste wegen seiner Verletzung am linken Knöchel bereits die vierte Partie hintereinander aussetzen. Der Würzburger ist aber zuversichtlich, noch vor dem Beginn der Playoffs wieder mitmischen zu
können. "Am Dienstag gegen Utah spiele ich wieder, definitiv", prophezeite er. Damit widersprach der beste Korbjäger der Mavericks allerdings seinem Trainer Don Nelson. Der hatte tags zuvor gesagt,
der Deutsche werde in der Vorrunde nicht mehr zum Einsatz kommen. Zudem solle sich Nowitzki gleich nach Saisonende einer Operation unterziehen. Der Deutsche ist von dieser Idee jedoch gar nicht angetan, "Ich möchte dies wirklich nicht, aber dies ist Sache der Mavericks", betonte Nowitzki vor der Partie in Sacramento. Ende August (29.8.-8.9.) findet in Indianapolis die Basketball-WM statt, an der auch die deutsche Nationalmannschaft teilnimmt.
Einsatz bei der WM in Gefahr
Nelson hatte vorgeschlagen, die Knochenabsplitterungen an beiden Sprunggelenken, die bei jedem Fehltritt große Schmerzen erzeugen, zu entfernen. Bei einem derartigen Eingriff droht eine Zwangspause von
sechs Wochen. Dann wäre möglicherweise Nowitzkis Einsatz in Indianapolis in Gefahr.
Keine allzu schöne Aussicht, so der 23-Jährige: "Nicht nur das, ich möchte einfach auch niemanden an meinem Körper herumpfuschen lassen."