NBA-Playoffs 76ers schocken LA
Los Angeles - Die Philadelphia 76ers haben das erste Playoff-Endspiel in der NBA gewonnen. Der dreimalige NBA-Champion siegte in der Nacht zum Donnerstag beim Titelverteidiger Los Angeles Lakers nach Verlängerung mit 107:103. Am Ende der regulären Spielzeit hatte es 94:94 gestanden.
Für die Kalifornier, die über zwei Monate lang nicht verloren hatten, war es nach 19 Spielen die erste Niederlage. Somit ist auch der Traum der Lakers, als erstes Team in der Geschichte der NBA die Playoffs ungeschlagen zu beenden, geplatzt. Die Zuschauer im Los Angeles Staples Center, die vor Beginn der Partie noch mit Sprechchören einen erneuten Durchmarsch ihrer Mannschaft gefordert hatten, wurden besonders von einem Mann zum Schweigen gebracht.
Gala-Auftritt in der Verlängerung
Allen Iverson, der wertvollste Spieler (MVP) der regulären Saison, erzielte 48 Punkte und führte seine 76ers mit einem Gala-Auftritt in der Verlängerung zum nicht für möglich gehaltenen Auswärtstriumph. "Ich war motiviert wie selten", erklärte er: "Jeder redete vom Sieg der Lakers, und derart mangelnder Respekt ist für einen Profi wie eine Ohrfeige."
Eine ebenfalls starke Vorstellung bot Iversons Teamkollege Dikembe Mutombo: Der Center kam auf 13 Punkte, 16 Rebounds und fünf Blocks. Das Team von der Ostküste trat enorm selbstbewusst auf und ließ sich auch nicht beirren, als die Lakers drei Minuten vor Ende der Overtime mit fünf Punkten in Führung gingen.
Bei Los Angeles konnte lediglich Center Shaquille O'Neal mit 44 Punkten und 20 Rebounds den hohen Ansprüchen gerecht werden. Der zweite Superstar der Lakers, Kobe Bryant, kam nach mehreren Fehlwürfen lediglich auf enttäuschende 15 Punkte.
"Jetzt geht die Serie los"
"Sie sind ein lebhaftes Team, haben großartig verteidigt und ihre Würfe getroffen", musste O'Neal nach der Partie eingestehen und fügte gleich trotzig hinzu: "Jetzt geht die Serie los."
Das zweite Duell in der Best-of-seven Serie findet am Freitag ebenfalls in Los Angeles statt.