NBA-Playoffs: Die Clippers leben noch - DER SPIEGEL
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NBA-Playoffs Die Clippers leben noch

Mit Teams aus Los Angeles kommt Phoenix nicht gut zurecht. In der ersten Runde mussten die Suns über die volle Playoff-Distanz gehen, um die Lakers zu eliminieren. Auch die Clippers sind ein überraschend harter Brocken.
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Hamburg – Die L.A. Clippers besiegten die Suns gestern Nacht 118:106 und erzwangen ein siebtes Spiel. Dieses wird am Montag in Phoenix ausgetragen. Sollten die Clippers gewinnen, wäre es die erste Conference-Finalteilnahme in der Geschichte dieses Franchises; vor ihrem Umzug nach Los Angeles firmierten die Clippers unter dem Namen Buffalo Braves. Gegner in der ebenfalls nach dem Best-of-seven-Modus ausgetragenen Endspielserie wäre der Nowitzki-Club Dallas oder Meister San Antonio. In diesem Duell führen die Mavericks vor der heutigen Partie in Dallas 3:2.

Bester Werfer der an sechs gesetzten Clippers, Phoenix ist Zweiter, war Elton Brand. Der Forward kam auf 30 Punkte, zudem glückten Brand 12 Rebounds. Corey Maggette, der nicht zur Startformation der Kalifornier zählte, steuerte 25 Zähler zum Erfolg bei. Dreizehn Punkte erzielte Magette im Schlussviertel. Maggette-Ersatz Quinton Ross erreichte mit 18 Punkten eine persönliche Bestleistung. "Quinton war sensationell", lobte Clippers-Coach Mike Dunleavy seinen Spieler, der zuvor eher als defensivstarker Akteur in Erscheinung getreten war.

"Wir haben überlebt", sagte Clippers-Routinier Sam Cassell, der mit den Houston Rockets bereits zweimal NBA-Meister geworden war (1994/95). "Wir können es kaum erwarten, das siebte Spiel zu bestreiten. Angst kennen wir nicht", sagte Cassell, der es auf 15 Punkte und 8 Assists brachte. Die Clippers verwandelten 61,5 Prozent ihrer Würfe, Phoenix nur 44. Unter dem Korb waren sie ebenfalls stärker: Bei den Rebounds lautete die Bilanz 48:28 zugunsten der Clippers. Erfolgreichste Suns-Profis waren Shawn Marion (34 Punkte) und Leonardo Barbosa (25). Spielmacher Steve Nash musste sich mit 17 Zählern begnügen.

Die besseren Chancen auf das erneute Erreichen der Finalserie im Westen hat Phoenix. Zwei der drei Heimspiele in der diesjährigen Playoff-Serie konnten die Suns gegen die Clippers gewinnen. In der ersten Runde hatten die Suns gegen die Los Angeles Lakers sogar 1:3 zurückgelegen und die Serie am Ende dennoch 4:3 gewonnen. Phoenix, das 13 Spiele in den vergangenen 22 Tagen absolvierte (und damit zwei mehr als die Clippers), wirkte bei der Niederlage müde, kann sich jetzt aber erholen. "Wir haben ein Heimspiel und drei Tage Pause, mehr kann man nicht verlangen", sagte Suns-Coach Mike D'Antoni.

ach/AP/Reuters

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