NBA-Playoffs "It's Miller-Time!"
East Rutherford - Die New Jersey Nets haben ihren NBA-Playoff-Auftakt verpatzt. Das beste Team der Eastern Conference verlor in heimischer Halle gegen die Indiana Pacers mit 83:89. Eine Riesenüberraschung lag auch in Sacramento in der Luft. Doch Utah Jazz, im Westen als Nummer acht gesetzt, mussten sich beim Titelfavoriten am Ende mit 86:89 geschlagen geben. Ausgerechnet Routinier John Stockton verpasste den Ausgleich in letzter Sekunde, weil sein Dreipunkte-Wurf erst auf dem Ring tanzte und dann doch nicht in den Korb fiel.
Die erste Playoff-Runde wird nach dem Modus "best of five" ausgetragen. Dirk Nowitzki startete mit den Dallas Mavericks am Sonntag mit einem Heimspiel gegen die Minnesota Timberwolves in den Titel-Kampf.
Wie im letzten Jahr gegen die 76ers
Bei den Pacers überzeugte neben dem punktbesten Jermaine O'Neal (30 Punkte, 24 in der ersten Hälfte) einmal mehr der Veteran Reggie Miller, der im vierten Viertel aufdrehte und zusammen mit seinem Namensvetter, Brad Miller, 13 Punkte für den Außenseiter machte. Schon im letzten Jahr gewannen die Pacers ihr erstes Playoff-Spiel gegen die damals an Nummer eins gesetzten Philadelphia 76ers. Doch in den drei folgenden Spielen mussten sich Miller & Co. geschlagen geben. Miller wollte eine direkte Parallele zu diesem Jahr nicht ziehen:
"Wenn wir alles geben und trotzdem verlieren, müssen wir uns keine Vorwürfe machen", so der Playoff-Schreck aus Indiana. "Die Nets sollten uns schlagen, schließlich sind sie an Nummer eins gesetzt."
Die Charlotte Hornets wendeten in ihrem Heimspiel gegen die Orlando Magic in letzter Sekunde das Blatt und holten mit dem 80:79 den ersten Sieg. Orlando hatte nach drei Vierteln noch mit elf Punkten geführt. Keine Probleme hatten die San Antonio Spurs. Die Seattle SuperSonics konnten zwar bis zum 52:52-Halbzeitstand das
Spiel offen gestalten, doch dann schlug die Stunde des Tim Duncan. Der Star der Spurs feierte mit 21 Punkten, 10 Rebounds sowie 11 Assists einen seltenen Tripple-Double und war hauptverantwortlich für
die Leistungsexplosion nach der Pause. Die Spurs zogen mit 38 Punkten im dritten Viertel uneinholbar davon und kamen am Ende zu einem souveränen 110:89.