NBA-Playoffs: Nowitzki-Team zu klein für San Antonio - DER SPIEGEL
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NBA-Playoffs Nowitzki-Team zu klein für San Antonio

Ohne ihren besten Schützen und Rebounder Dirk Nowitzki, der verletzt pausieren musste, haben die Dallas Mavericks das vierte Spiel der NBA-Halbfinalserie gegen die San Antonio Spurs verloren und stehen vor dem Aus. Vor allem unter dem Korb war der texanische Konkurrent überlegen, dem nur noch ein Sieg zum Finaleinzug fehlt.
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Dallas - Die Dallas Mavericks unterlagen im vierten Playoff-Finalspiel der Western Conference gegen San Antonio in eigener Halle mit 95:102 und liegen in der Best-of-Seven-Serie mit 1:3 im Rückstand. Die Spurs können den Einzug ins NBA-Endspiel (gegen die New Jersey Nets) im fünften Duell am Dienstag vor heimischem Publikum perfekt machen.

"Jetzt stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Es wird sehr, sehr schwer, die Partie noch zu drehen. Doch solange wir eine Chance haben, werden wir darum kämpfen, als ginge es um unser Leben", sagte Nowitzki, der wegen seiner im dritten Spiel erlittenen Bänderdehnung im linken Knie die Niederlage von der Spielerbank mitansehen musste. Nach einer zweitägigen Intensivbehandlung hatte sich der deutsche Nationalspieler zwar warm gemacht, aber Coach Don Nelson scheute das Risiko, seinen besten Korbjäger (25,3 Punkte pro Spiel) und Rebounder (11,5) aufzubieten.

"Als Dirk in die USA kam, sagte mir sein Vater, dass ich Dirks Vater in Amerika bin. Als sein Vater in Amerika musste ich es ihm verbieten", sagte Nelson. "Es war zwar alles extrem frustrierend, doch es hätte keinen Sinn gemacht. Ich bin nicht hundertprozentig fit. Es war schon klug, nicht zu spielen", befand auch Nowitzki.

Ohne den Würzburger boten die Gastgeber gegen die topgesetzten Spurs eine gute Leistung und führten noch Mitte des dritten Drittels mit 64:55. "Die Mavericks haben gezeigt, warum sie in der regulären Saison 60 Spiele gewonnen haben und dass sie ein unglaublich starker Gegner sind", sagte Spurs-Coach Gregg Popovich.

Für die Wende sorgte San Antonios französischer Nationalspieler Tony Parker, der mit seiner aggressiven Spielweise insgesamt 25 Punkte erzielte und damit erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft war. Spurs-Star Tim Duncan verbuchte 21 Punkte und 20 Rebounds. Rookie Manu Ginobili markierte ebenfalls 21 Punkte, Stephen Jackson, ein weiterer Reservespieler, 17 Zähler. "Unsere Einwechselbank ist sehr stark. Das macht ein Meisterteam aus", sagte Parker selbstbewusst.

Auch Dallas-Trainer Don Nelson war voll des Lobes: "Die Spurs können jedes Tempo und jede Spielart mitgehen. Sie sind gut eingestellt und sehr diszipliniert." Obwohl Steve Nash und Michael Finley jeweils 25 Punkte erzielten und Nick Van Exel für 22 Zähler sorgte, verloren die Mavericks auch ihr zweites Heimspiel. Ein wesentlicher Grund für die Überlegenheit San Antonios war die Lufthoheit der Spurs. Neben Nowitzki fehlten den Gastgebern die ebenfalls am Knie verletzten langen Kerls Shawn Bradley und Evan Eschmeyer.

Während sein Nationalteamkollege Bradley auch in der nächsten Partie auf keinen Fall einsatzfähig ist, hofft Nowitzki, im fünften Spiel in San Antonio auflaufen zu können. Angesichts des drohenden Ausscheidens signalisierte Headcoach Don Nelson, dass Nowitzki "eine Chance hat zu spielen. Ich werde sehen, wie sich Dirk nach dem nächsten Training fühlt und dann entscheiden".

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