NBA-Playoffs Phoenix bleibt im Rennen
Hamburg - Phoenix gewann das vierte Spiel der Best-of-seven-Serie mit 111:106 und träumt nach dem ersten Sieg gegen die Spurs wieder vom NBA-Finale. Bisher ist es noch keinem Team in der Geschichte der Liga gelungen, einen 0:3-Rückstand in den Playoffs noch zu drehen.
Neben Joe Johnson (26 Punkte) und dem erneut überragenden Amaré Stoudemire, der auf 31 Zähler kam, trug diesmal auch Shawn Marion maßgeblich zum Erfolg der Suns bei. Der Forward, in den ersten drei Partien der Serie mit unterdurchschnittlichen Auftritten, sorgte mit 11 Punkten und 14 Rebounds sowohl in Offensive als auch in der Verteidigung für Entlastung. Für die entscheidenden Szenen des Spiels war allerdings Stoudemire verantwortlich. Erst blockte er Spurs-Forward Tim Duncan 36 Sekunden vor dem Ende, kurz darauf holte der athletische Center auch noch einen Offensiv-Rebound.
"Wir werden jetzt nach Phoenix zurückgehen und hoffen, ein weiteres Spiel zu gewinnen", sagte Suns-Coach Mike D'Antoni, "nur daran denken wir im Moment. Man weiß nie, was noch alles passieren kann." Stoudemire, der Duncan immer wieder vor Probleme stellte, wunderte sich, dass sein Team trotz des aussichtslosen Rückstands derart gut agiert hatte. "Wenn man 0:3 zurückliegt, ist es nicht einfach, stark zu spielen. Aber wir haben eine Menge Herz gezeigt."
Bei San Antonio, dessen Fans von einem 4:0-"Sweep" geträumt hatten, herrschte nach der Heimniederlage Verunsicherung. "Die Stimmung ist nicht die beste", sagte Guard Manu Ginobili, der mit 28 Punkten noch am besten traf, "wir sind enttäuscht, weil wir wissen, dass wir zu viele Fehler gemacht haben." Die Fehlerquote war besonders bei Spielmacher Tony Parker hoch: Der Franzose leistete sich sechs Ballverluste. Auch Allstar Duncan überzeugte nicht wie üblich. Der Forward kam lediglich auf 15 Punkte, holte aber 16 Rebounds.