NBA-Playoffs Phoenix wehrt sich
Hamburg Phoenix setzte sich 114:97 gegen die Lakers durch, muss aber beim Spielstand von 2:3 weiter darum bangen, die zweite Runde der Playoffs zu erreichen. Los Angeles, an sieben im Westen gesetzt, hat im möglicherweise entscheidenden sechsten Spiel am Donnerstag Heimrecht. Die siebte Partie, die nur ausgetragen wird, wenn die Suns ausgleichen können, würde in Phoenix ausgetragen werden.
Kobe Bryant, mit 29 Punkten bester Werfer der Lakers, wurde 3:11 Minuten vor dem Spielende wegen seines zweiten technischen Fouls des Feldes verwiesen. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie aber bereits entschieden. Bryants Gegenspieler Raja Bell war schon gut vier Minuten vorher ausgeschieden. Der Suns-Guard hatte Bryant zu Boden gestoßen. Die beiden Streithähne waren schon im zweiten Viertel nach einer Rangelei verwarnt worden.
Die meisten Punkte für den Playoff-Dritten Phoenix erzielte Boris Diaw (25 Punkte). Am Montag war der 24 Jahre alte Guard zum NBA-Spieler gewählt worden, der sich im Laufe der Saison am stärksten verbessert hat ("Most improved player"). Ganz knapp verpasste Diaw ein Triple Double. Nur bei den Assists (neun) kam der Suns-Profi (zehn Rebounds) auf keine zweistellige Zahl.
"Heute Abend haben wir sehr ordentlich gespielt", sagte Suns-Spielmacher Steve Nash, der 22 Punkte zum Sieg beisteuerte: "Ich hoffe, dass wir jetzt den Schwung mitnehmen und auch in Los Angeles bestehen können." Shawn Marion schaffte 21 Zähler für das offensivstärkste Team der Liga, das bei den drei Niederlagen gegen die Lakers zuvor jeweils unter 100 Punkten geblieben war.
Ärger mit der Polizei hatte Kwame Brown vor der Partie. Gegen den Lakers-Forward wird wegen des Verdachts auf sexuelle Nötigung ermittelt. Der 24-Jährige beteuerte in einer offiziellen Mitteilung des Clubs seine Unschuld. "Ich habe nichts Falsches getan", wurde Brown zitiert, der trotz des Trubels 14 Punkte erzielte. Vier mehr schaffte Lakers-Kollege Lamar Odom.
Sollten die Lakers die Runde gegen Phoenix für sich entscheiden, käme es im West-Halbfinale zum Kräftemessen mit dem Lokalrivalen L.A. Clippers. Das seit Jahrzehnten im Schatten der Lakers stehende Team schaltete Denver 4:1 aus und erreichte erstmals seit 1976 wieder die zweite Runde der Playoffs; damals hieß die Franchise noch Buffalo Braves.
Meister San Antonio führt nach dem 109:98-Erfolg gegen Sacramento mit 3:2 Siegen. Die Spurs-Stars Manu Ginobili (27 Punkte), Tim Duncan (24) und Tony Parker (21) waren die erfolgreichsten Spieler ihres Teams. Bei den Kings ragte Bonzi Wells mit 38 Punkten und zwölf Rebounds heraus. Ron "Bad Boy" Artest kam auf 24 Punkte.
Die nächste Partie ist am Freitag in Sacramento. Die Kings müssen unbedingt gewinnen, um die Serie offen zu halten. Der Sieger des Erstrundenduells trifft im Halbfinale der Western Conference auf die Dallas Mavericks. Das Nowitzki-Team hatte Memphis 4:0 bezwungen.
Wie die Spurs ging auch Miami 3:2 in Führung. Das Heat-Team schlug Chicago 92:78. Miamis Spielmacher Dwyane Wade war mit 28 Punkten treffsicherster Akteur der Partie. Der 24-Jährige musste nach einem Sturz an der Hüfte behandelt werden, kam aber am Ende des dritten Viertels wieder zurück. Antoine Walker (17 Punkte) und Shaquille O'Neal (16 Zähler und zehn Rebounds) hatten ebenfalls großen Anteil am Sieg. Die sechste Partie ist am Donnerstag in Chicago.
Beim 92:86-Sieg der Nets gegen Indiana erzielte Vince Carter 34 Punkte. Zudem glückten dem 29-jährigen Guard 15 Rebounds für Carter war es eine persönliche Playoff-Bestleistung. Jason Kidd ragte mit 15 Assists heraus. New Jersey führt nun 3:2. Erfolgreichster Pacers-Spieler war Jermaine O'Neal (19 Punkte). Die Stammkräfte Peja Stojakovic und Jeff Foster fehlten wegen Verletzung. Mit einem weiteren Erfolg am Donnerstag in Indianapolis können die Nets die zweite Playoff-Runde erreichen.