NBA Schrempf dreht auf
Portland/Dallas - Der wegen einer Ellbogenverletzung von Superstar Scottie Pippen zur Rückkehr überredete Schrempf war beim 104:94-Heimsieg der Trail Blazers gegen die Denver Nuggets mit 13 Punkten zweitbester Werfer seines Teams. Im siebten Spiel nach seinem Comeback traf der Ex-Leverkusener so häufig wie nie in dieser Saison.
Auch in der Defensive wusste Schrempf zu überzeugen: Sieben Rebounds standen am Ende zu Buche. Mit 38 Siegen und 16 Niederlagen führen die Portland Trail Blazers 28 Spieltage vor Abschluss der Vorrunde die Tabelle der Pacific Division souverän an. Dahinter rangieren die Sacramento Kings (34/17) und Titelverteidiger Los Angeles Lakers (34/18).
Nowitzki war zweitbester Dallas-Werfer
Der amtierende NBA-Champion fügte dem Team von Dirk Nowitzki eine 109:119-Heimniederlage zu. Der deutsche Nationalspieler war mit 25 Punkten zweitbester Werfer der Dallas Mavericks. Die Texaner, die mit 33 Siegen weiterhin auf Platz sechs in der Western Conference rangieren, haben weiterhin gute Chancen, erstmals seit zehn Jahren die Playoffs der NBA zu erreichen und damit die längste Durststrecke eines Teams in der NBA zu beenden.
Trotz der Niederlage hatte Dallas-Coach Don Nelson senior viel Spaß bei seinem ersten Spiel nach einer fast zweimonatigen Pause aufgrund einer Krebsbehandlung. Nachdem ihn Lakers-Star Shaquille O'Neal, der gegen Dallas 29 Punkte erzielte, beim letzten Spiel als "Clown" bezeichnet hatte, weil Nelson vergeblich versuchte hatte, mit der so genannten "Hack-a-Shaq"-Taktik erfolgreich zu sein, war der 60-Jährige mit einer roten Schaumstoffnase zum Einwerfen gekommen. Als O'Neal das sah, wusste er sofort, was gemeint war, griff sich das rote Utensil und stülpte es sich zum Vergnügen der über 18.000 Zuschauer in der ausverkauften Reunion Arena über die eigene Nase.
Bei der "Hack-a-Shaq"-Taktik greifen und schlagen die gegnerischen Spieler dem Lakers-Center Shaquille O'Neal in den Arm, um diesen am erfolgreichen Wurf zu hindern. Die daraus resultierenden Strafwürfe werden gerne in Kauf genommen, denn O'Neal ist als lausiger Schütze von der Freiwurflinie bekannt.