NBA Scottie Pippen beendet Karriere
Chicago - "Der Rücktritt vom Basketball, der so eine große Rolle in meinem Leben gespielt hat, ist mir sehr schwer gefallen", sagte Pippen, "und ich möchte den Chicago Bulls dafür danken, dass sie mich dahin zurück geholt haben, wo alles begann." Der 39-Jährige war nach Zwischenstationen in Houston und Portland erst in der vergangenen Saison nach Chicago zurückgekehrt. Pippen wird den Bulls jedoch erhalten bleiben: "Nach 17 Jahren ist es zu schwer, ganz aufzuhören, deshalb will ich weiter da sein und dem Team im Training helfen."
Wenn es nach Bulls-Eigentümer Jerry Reindorf geht, wird Pippens Trikot-Nummer nicht mehr vergeben und bald neben der "23" von Michael Jordan an der Decke des United Centers hängen: "Scottie ist einer der größten Bulls-Spieler aller Zeiten", sagte Reinsdorf, "und sein Beitrag zu unseren Erfolgen war überragend. Um das zu würdigen, planen wir, ihn zu ehren. Seine Nummer 33 wird nicht mehr vergeben werden."
Pippen-Rücktritt: Nummer 33 geht
Auch Pippens ehemaliger Teamkollege John Paxson, der mittlerweile als Vizepräsident der Bulls tätig ist, würdigte die Verdienste des Verteidigungsspezialisten: "Pippen ist der Inbegriff eines Profis. Er ist ein großartiger Mitspieler und Gewinner", sagte Paxson auf der Pressekonferenz anlässlich des Pippen-Rücktritts. "Scottie wird immer Teil der Bulls-Familie bleiben und wir wünschen ihm alles erdenklich Gute."
Der 2,04 Meter große Pippen, 1987 ursprünglich von den Seattle Supersonics gedraftet, gewann mit den legendären Chicago Bulls um Jordan und Trainer Phil Jackson zwischen 1991 und 1998 sechs Meisterschaften. In 1178 Spielen erzielte der Forward mehr als 18.000 Punkte und wurde 1996 zu einem der besten 50 NBA-Spieler aller Zeiten gewählt. Mit 208 Playoff-Partien liegt er an Platz hinter Kareem Abdul-Jabbar auf zwei der ewigen Bestenliste. 1992 und 1996 gewann Pippen zudem mit dem "Dream Team" zweimal olympisches Gold.