Playoff-Pleite: Shaq blamiert sich in Chicago - DER SPIEGEL
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Playoff-Pleite Shaq blamiert sich in Chicago

Miami hat das dritte Playoff-Spiel gegen die Chicago Bulls deutlich verloren. Besonders enttäuschend war dabei die Leistung von Shaquille O'Neal. Einer seiner Namensvetter war dagegen in brillanter Form. Trotz miserabler Trefferquote gelang Denver ein wichtiger Sieg.
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Hamburg - O'Neal lieferte bei Miamis 90:109-Pleite in Chicago eines der schlechtesten Spiele seiner Laufbahn ab. "Ich war früh mit Fouls belastet und fand nie wirklich ins Spiel", sagte der Heat-Center, "wir hatten dennoch die Chance, diese Partie zu gewinnen. Aber wir haben einfach Fehler gemacht, die man bei den Bulls nicht machen darf."

Das galt vor allem für O'Neal selbst: Der 34-Jährige leistete sich sieben Ballverluste, traf keinen seiner sechs Freiwürfe und erzielte ganze acht Punkte - davon sechs im letzten Viertel, als das Spiel ohnehin entschieden war. Nur einmal in seiner Playoff-Karrriere traf der 2,16 Meter große Hüne noch schlechter.

Unter der Schwäche ihres Centers litt das Spiel des gesamten Teams. Die Heat trafen nur 42 Prozent ihrer Würfe (30 von 72) und kassierten in der zweiten Hälfte 61 Punkte von den Bulls. "Sie haben mit mehr Energie gespielt als wir. Unser Team war nicht so auf Verteidigung fokussiert wie es eigentlich sein sollte", erkannte Dwyane Wade, der mit 26 Punkten Miamis bester Schütze war. "In den ersten beiden Spielen haben unsere großen Jungs die Bulls gestoppt. Heute, mit Shaqs Foul-Problemen, war es ein anderes Spiel."

Für Chicago waren Ben Gordon mit 24 Punkten und Kirk Hinrich mit 22 Zählern (zudem elf Assists) die Matchwinner. "Wir haben genau das getan, was wir tun mussten, um zu gewinnen", freute sich Bulls-Coach Scott Skiles. In der Best-of-seven-Serie hat sein Team auf 1:2 verkürzt und kann nun selbstbewusst in das nächste Heimspiel am Sonntag gehen.

Pacers gehen in Führung, Nuggets verkürzen 

Die Indiana Pacers haben ihr erstes Heimspiel gegen die New Jersey Nets 107:95 gewonnen und sind in der Playoff-Serie 2:1 in Führung gegangen. Überragender Spieler war Jermaine O'Neal, dem 37 Punkte und 15 Rebounds gelangen - die beste Playoff-Ausbeute in der Karriere des 27-Jährigen. "Jermaine ist einer der besten Spieler der Liga", sagte Pacers-Coach Rick Carlisle, "er ist im richtigen Moment in starker Form."

Auch dem Pacers-Guard Anthony Johnson stellte mit 25 Punkten eine persönliche Playoff-Bestleistung auf. Außerdem gelangen ihm acht Assists. Bester Schütze für die Nets, die am Samstag beim nächsten Spiel in Indiana unbedingt den 1:3-Rückstand vermeiden wollen, waren Vince Carter und Richard Jefferson mit je 25 Punkten.

Die Denver Nuggets haben dagegen durch einen 94:87-Heimsieg die Vorentscheidung gegen die Los Angeles Clippers abgewendet und in der Serie auf 1:2 verkürzt. Und das, obwohl sie nur 38 Prozent ihrer Würfe (31/82) verwandelten.

"Wir haben heute gezeigt, dass man nicht unbedingt großartig treffen muss, um zu siegen", behauptete Nuggets-Guard Earl Boykins, der 13 Punkte erzielte. "So lange alle anderen Dinge auf dem Platz funktionieren, kann es klappen". Erfolgreichster Schütze der Nuggets war Carmelo Anthony mit 24 Punkten.

"Sie waren angriffslustig und gemein", zollte Clippers-Routinier Sam Cassell den Nuggets Respekt. "Obwohl wir bei ihrer Intensität nicht mithalten konnten, hatten wir dennoch die Chance auf den Sieg." Bester Schütze für L.A. war Corey Maggette mit 23 Punkten. Das vierte Spiel steigt am Samstag in Denver.

hut

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