Überragender Nowitzki: Die Mavericks leben noch - DER SPIEGEL
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Überragender Nowitzki Die Mavericks leben noch

Aufatmen in Dallas: Gegen New Orleans haben die Mavericks in der Playoff-Auftaktrunde erstmals gewinnen können. Dirk Nowitzki war erneut bester Werfer. Meister San Antonio ist so gut wie weiter, Mitfavorit Detroit zeigte unerwartete Schwächen.
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Hamburg - Angeführt von einem glänzend aufgelegten Nowitzki haben die Dallas Mavericks in der ersten Playoff-Runde ein Lebenszeichen von sich gegeben. Nach zwei Niederlagen bei den New Orleans Hornets setzten sich die Texaner in ihrem ersten Heimspiel 97:87 durch und verkürzten in der Best-of-seven-Serie auf 1:2. Am morgigen Sonntag hat Dallas erneut Heimrecht.

Nowitzki war mit 32 Punkten einmal mehr bester Werfer der "Mavs", steuerte zudem 19 Rebounds und 6 Assists bei. Neben dem deutschen Forward glänzte Shooting Guard Jason Terry (22 Punkte), der zudem mit guter Defensivarbeit Hornets-Spielmacher Chris Paul das Leben schwer machte.

Paul, der in den ersten beiden Spielen auf 67 Punkte und 27 Assists kam, brachte es in Dallas lediglich auf 16 Zähler und 10 Assists. Stattdessen war Guard Jannero Pargo, sonst meist Ergänzungsspieler, mit 30 Punkten bester Korbschütze der Gäste.

Bei Dallas erreichte der aus New Jersey geholte Point Guard Jason Kidd acht Punkte und elf Assists. In den beiden ersten Spielen, die die Mavericks bei den Hornets verloren (92:104 und 103:127), hatte Kidd gegen Paul gespielt, diesen aber nie in den Griff bekommen.

"Wir hatten uns einiges vorgenommen und haben dies auch umgesetzt", sagte Nowitzki, "aber wir müssen mit dem gleichen Einsatz weitermachen. New Orleans ist stark und wird sich wieder reinhängen." Mangelnden Einsatz bei seinem Team erkannte Hornets-Coach Byron Scott: "Von Beginn an war uns Dallas überlegen. Sie haben viel aggressiver als meine Jungs gespielt."

Vor dem Spiel hatte Mavericks-Forward Josh Howard mit einem Interview zu seinem Marihuana-Konsum für Aufsehen gesorgt. "Die meisten NBA-Spieler konsumieren Marihuana und ich rauche es nach der Saison auch gelegentlich", sagte Howard in einer ESPN-Radioshow.

Howard, der am kommenden Montag 28 Jahre alt wird, hatte bereits im vergangenen Sommer und vor einer Woche in der "Dallas Morning News" über seine Vorliebe für Joints gesprochen. Club-Besitzer Marc Cuban, sagte, dass man die Angelegenheit intern regeln wolle.

Drei Matchbälle haben bereits die San Antonio Spurs, die nach dem 115:99 bei Phoenix die Serie 3:0 anführen. Am morgigen Sonntag müssen die Suns gewinnen, sonst sind sie draußen. Für Phoenix, das eigens für die Playoffs Starcenter Shaquille O'Neal aus Miami geholt hatte, wäre ein sogenannter "Sweep" (Ausscheiden ohne eigenen Sieg) eine große Blamage.

Bei San Antonio war wieder einmal Verlass auf die "Großen Drei". Spielmacher Tony Parker erzielte 41 Punkte (persönliche Karrierebestleistung), Forward Tim Duncan 23 und Guard Manu Ginobili 20. Suns-Forward Amare Stoudemire kam auf 28 Punkte, Guard Leandro Barbosa auf 29 und O'Neal auf 19.

Einen schlechten Tag hatte Spielmacher Steve Nash erwischt: Der Kanadier, sonst ein sicherer Schütze, traf nur drei seiner Versuche aus dem Feld. Am Ende standen für Nash lediglich sieben Punkte zu Buche.

Die Philadelphia 76ers gingen durch das 95:75 gegen Detroit 2:1 in Führung. Dabei waren die Pistons als Favorit in die Serie gegangen, zeigten sich aber schon in den beiden Heimspielen nicht sehr souverän. Das nächste Spiel findet am morgigen Sonntag erneut in Philadelphia statt.

Am heutigen Samstagabend stehen vier weitere Playoff-Partien an. Toronto kann mit einem weiteren Heimsieg gegen Orlando zum 2:2 ausgleichen (22 Uhr MESZ). Denver, das 0:2 gegen die Lakers zurückliegt, hofft auf den ersten Erfolg (1.30 Uhr). Das gilt auch für Atlanta im Duell mit dem besten Vorrundenteam Boston (2 Uhr). Utah kann mit einem Sieg gegen Houston 3:1 in Führung gehen, hatte aber die erste Heimpartie verloren. Los geht es in Salt Lake City um 7.30 Uhr MESZ.

ach/sid/AP/Reuters

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