Die Wetterlage versprach Riesenwellen in Rekordhöhe, und das Meer lieferte. Nazare an der portugiesischen Atlantikküste, einer besten Spots der Welt für surfbare Monsterwellen.
Big Wave Surfen ist eine eigene Disziplin im Profisurfsport. Hier geht es nicht um Tricks, Sprünge oder Eleganz - sondern einzig und allein um die Höhe der Welle und darum, auf dem Brett zu bleiben. Stürze sind lebensgefährlich, seit 1994 kamen mindestens sechs Profis bei der Ausübung ihres Sports ums Leben.
Diese Bilder vom Donnerstag werden möglicherweise noch oft gezeigt, denn nach Einschätzung von Insidern könnten diese Wellen die höchsten gewesen sein, die je ein Mensch geritten hat. Ein Aspirant auf den Rekord ein Deutscher: Sebastian Steudtner, der seit Jahren in Nazare zuhause ist.
Die Auswertung der Bilder und damit die nachträgliche, komplizierte Messung der Wellenhöhe mithilfe von Experten aus der Wissenschaft kann allerdings noch Monate dauern. Die Weltsurforganisation hatte erst im September den neuen Frauen-Weltrekord bekanntgegeben – aufgestellt von der Brasilianerin Maya Gabeira im Februar mit 22 Metern 40. Den bisherigen Rekord bei den Männern hält ihr Landsmann Rodrigo Koxa mit 24 Metern 38 aus dem Jahr 2017. Den könnte er jetzt verloren haben.
Notiz am Rande: Tausende verfolgten das Spektakel von der Felsenküste aus. Trotz Corona-Epidemie ohne Abstand und weitgehend auch ohne Masken zu tragen.