Biathlon-Weltcup: Sprint-Sieg für Norweger Berger, Greis Siebter - DER SPIEGEL
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Weltcup in Ruhpolding: Berger ohne Fehler, Greis ohne Chance

Foto: Marc Müller/ dpa

Biathlon-Weltcup Sprint-Sieg für Norweger Berger, Greis Siebter

Fehlerfrei am Schießstand: Der Norweger Lars Berger gewann den Weltcup in Ruhpolding vor Martin Fourcade aus Frankreich. Die deutschen Starter vergaben mit schwachen Leistungen im Stehendschießen ihre Siegchancen. Einzig ein Ersatzmann sorgte für eine positive Überraschung.
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Hamburg - Die deutschen Biathleten haben beim Weltcup in Ruhpolding im Sprint über zehn Kilometer mit schwachen Vorstellungen im Stehendschießen alle Chancen auf einen möglichen Sieg vergeben. Nur Michael Greis, der zusammen mit Arnd Peiffer und Alexander Wolf nach dem Liegendschießen das Klassement angeführt hatte, schaffte es als Siebter in die Top Ten. Der 31-jährige Norweger Lars Berger kam nach 23:55,1 Minuten als Erster ins Ziel. Hinter ihm landeten Martin Fourcade aus Frankreich und der Russe Iwan Tscheressow auf dem Podest.

"Das Stehendschießen war heute nicht unser Freund. Sie sind sehr aggressiv ins Rennen gegangen. Das war der Knackpunkt", sagte der deutsche Männer-Trainer Mark Kirchner.

Greis patzte zweimal im Stehendschießen, überzeugte aber in der Lopie und lief zum sechsten Mal in diesem Winter unter die besten Zehn. "Ich habe heute ein ganz gutes Rennen abgeliefert. Die zwei Fehler im Stehendschießen waren schade, aber ich wollte heute etwas riskieren, um die Norweger zu schlagen", sagte Greis.

Peiffer führte das Feld nach dem ersten Schießen knapp vor Wolf und deutlich vor der Konkurrenz an. Dann leistete er sich zwei Fehlschüsse und fiel am Ende auf Platz 13 zurück. Noch schlimmer erwischte es Wolf, der gleich viermal daneben schoss. "Das ist ärgerlich. Stehend ist eigentlich mein starker Anschlag. Ich habe in der zweiten Runde sogar etwas Gas rausgenommen, damit genau das nicht passiert", sagte Wolf, der 59. wurde.

Für eine Überrschung sorgte Daniel Böhm. Der 24-Jährige, der als Ersatzmann für Simon Schempp an den Start gegangen war, leistete sich nur einen einzigen Fehler. Mit Platz zwölf sicherte er sich nicht nur Weltcup-Punkte, sondern auch die halbe Norm für die WM-Qualifikation. Dagegen hat Christoph Stephan das WM-Ticket noch nicht sicher - er musste ebenfalls nach dem Stehendschießen zweimal in die Strafrunde, wurde 24. und landete damit sechs Plätze vor Toni Lang (drei Fehler).

luk/dpa/sid

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