Countdown vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Olympia-Countdown Putin feiert sich für Sportstättenwahl in Sotschi

Am Freitagabend werden die Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi feierlich eröffnet. Russlands Präsident Wladimir Putin freut sich schon auf "seine Spiele", Thomas Bach sieht homosexuelle Sportler ausreichend geschützt. Der Olympia-Countdown von SPIEGEL ONLINE.
Russland-Präsident Putin in Krasnaja Poljana: "Lasst uns hier beginnen"
Russland-Präsident Putin in Krasnaja Poljana: "Lasst uns hier beginnen"

Russland-Präsident Putin in Krasnaja Poljana: "Lasst uns hier beginnen"

Foto: RIA Novosti/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

+++Goldmedaillen mit Meteoritensplittern am Jahrestag +++

[15.30 Uhr] Mit einer speziellen Goldmedaille samt eingearbeitetem Meteoritensplitter ehren die Organisatoren der Spiele die Sieger der Wettbewerbe am 15. Februar. Die Auszeichnung soll an die Explosion eines Himmelskörpers genau ein Jahr zuvor über Tscheljabinsk erinnern. Bei den Wettkämpfen stehen am Jahrestag unter anderem Entscheidungen im Eisschnelllauf, Skispringen und Super-G an. Die Druckwelle des Meteoriten hatte am 15. Februar 2013 rund 7000 Gebäude beschädigt. Etwa 1500 Menschen verletzten sich an zerplatzenden Fensterscheiben. Forschern zufolge hatte der Stein ein Gewicht von 10.000 Tonnen. (buc/dpa)

+++ Bach: homosexuelle durch Charta Sportler geschützt +++

[13.30 Uhr] IOC-Präsident Thomas Bach sieht homosexuelle Sportler bei den Winterspielen von der olympischen Charta geschützt. "Sexuelle Orientierung" sei Teil des Anti-Diskriminierungs-Prinzips der Charta, sagte Bach in Sotschi. "Wir sind gegen jede Form von Ausgrenzung", betonte er mehrfach auf die Frage zum Umgang mit Homosexuellen in Russland. Im Gastgeberland der Winterspiele gilt ein international kritisiertes Verbot, in Gegenwart von Minderjährigen über Homosexualität zu sprechen. (psk/dpa)

+++ "Ich persönlich habe Areale ausgesucht" +++

[11 Uhr] Russlands Präsident Wladimir Putin macht die Kritik an den Winterspielen in der Schwarzmeer-Metropole Sotschi nichts aus - im Gegenteil: Er sonnt sich wohlig im vermeintlichen Glanz der Veranstaltung und betont, welch herausragende Rolle er bei den Planungen in Sotschi gespielt habe. "Es ist vor allem besonders schön zu sehen, was sich hier getan hat, weil ich persönlich die Areale für die Sportstätten ausgesucht habe", sagt Putin in der vom russischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Dokumentation "Die weiche Philosophie".

Unter anderem zeigt sie Russlands Machthaber auf Skiern im alpinen Gebiet von Krasnaja Poljana. "Schon 2001 oder 2002 bin ich mit meinem Jeep zu dieser Stelle, zu diesem Fluss gefahren und habe gesagt: Lasst uns hier beginnen", sagt Putin. Zudem ist der 61 Jahre alte Politiker fest davon überzeugt, dass die Entscheidung für Sotschi auch eine Entscheidung für das "Russland von heute" gewesen sei. Die Spiele in Russland gelten als Prestigeprojekt Putins, mit einem Gesamtbudget von etwa 40 Milliarden Euro sind sie die teuersten der olympischen Geschichte. (psk/dpa)

+++ Polizeigewerkschaft für Pechstein als Fahnenträgerin +++

[10.52 Uhr] Die Gewerkschaft der Polizei hat sich für Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein als Fahnenträgerin des deutschen Teams stark gemacht. "Wir unterstützen ausdrücklich die Überlegungen von DOSB-Präsident Hörmann, mit Claudia Pechstein eine Bundespolizistin die deutsche Fahne tragen zu lassen", sagte Jörg Radek, der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei. "Ihre Benennung wäre im olympischen Sinne ein Signal offen gelebter Fairness wegen erlittenen Unrechts dieser Ausnahmeathletin", heißt es in einer Erklärung der GdP. (psk/dpa)

+++ DOSB freut sich über "Kaiserwetter in Sotschi" +++

+++ Höfl-Riesch vor letztem Olympiastart gelassen +++

[10.45 Uhr] Olympia-Medaillenkandidatin Maria Höfl-Riesch lässt sich in den letzten Monaten ihrer Karriere als Skirennfahrerin von Kritik nicht mehr aus der Bahn werfen. "Ich habe auf jeden Fall mit der Zeit ein dickeres Fell bekommen. Früher ist es mir total nahegegangen, wenn auf meiner Facebook-Seite oder bei Kommentaren unter einem Online-Artikel fiese Sprüche standen", sagte die 29-Jährige in einem Interview der "Welt". Es gebe "immer Menschen, die was zu meckern haben - egal, was man macht. Da muss man einfach drüberstehen. Man kann es sowieso nicht jedem rechtmachen." (psk/dpa)