DEL-Playoffs Eisbären auf Halbfinalkurs
Hamburg - Titelverteidiger Eisbären Berlin lässt sich auf dem Weg zum vierten Meistertitel in fünf Jahren in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nicht aus dem Tritt bringen. Der Vorrundensieger feierte im zweiten Spiel gegen die Hamburg Freezers ein 3:2 (0:1, 0:0, 2:1, 1:0) nach Verlängerung und benötigt in der Serie 'best of seven" nur noch zwei weitere Erfolge zum Einzug ins Halbfinale. Nationalspieler Andre Rankel erzielte in der 19. Minute der Overtime das Siegtor für die Eisbären, die im ersten Spiel am vergangenen Freitag bereits 5:3 gewonnen hatten.
Freezers-Profi Brigley (u.), Berliner Roach: Eisbären nicht zu stoppen
Foto: DPAAuch die Mitfavoriten Hannover Scorpions und Düsseldorfer EG mussten nachsitzen: Der Vorrundenzweite Hannover unterlag 2:3 (1:0, 1:1, 0:1, 0:1) nach Verlängerung beim Pokalsieger EHC Wolfsburg. Damit steht es nach Spielen 1:1. Mike Green sorgte nach exakt 75 Minuten für die Entscheidung.
Die DEG glich bei den Krefeld Pinguinen durch ein 4:3 (0:0, 2:2, 1:1, 1:0) ebenfalls nach Verlängerung auf 1:1 aus. Nationalspieler Daniel Kreutzer erzielte nach 96 Sekunden in der Overtime das Siegtor für die Düsseldorfer. "Wir haben gezeigt, dass wir eine Supermoral haben", sagte der Matchwinner: "Jetzt ist wieder alles offen, und wir haben wieder den Heimvorteil."
Auch die Nürnberg Ice Tigers haben durch ein 5:3 (0:2, 5:0, 0:1) in der Serie gegen Rekordmeister Adler Mannheim zum 1:1 ausgeglichen. Das Spiel war äußerst umkämpft, insgesamt gab es 98 Strafminuten. Mit 0:2 in Rückstand profitierte Nürnberg im zweiten Drittel vor allem von den Mannheimer Strafminuten und drehte mit fünf Toren im zweiten Abschnitt die Partie.
Berlin mit Mühe bei den Freezers
Die Eisbären enttäuschten in Hamburg zunächst auf ganzer Linie. Dem Kampfgeist der Freezers, die erst über die Vor-Play-offs ins Viertelfinale gekommen waren, hatte das Team von Trainer Don Jackson in den ersten beiden Dritteln wenig entgegenzusetzen. Nach dem 1:0 durch Peter Sarno (12.) dauerte es bis 49. Minute, ehe Andy Roach und Florian Busch innerhalb von 25 Sekunden den Rückstand in eine 2:1-Führung umwandelten. Paul Manning erzwang die Verlängerung (52.).
Die 8029 Zuschauer in der ausverkauften Krefelder Arena sahen ein zerfahrenes erstes Drittel, in dem die Gastgeber die besseren Chancen hatten. Herberts Vasiljevs traf nur den Pfosten (4.), Serge Payer scheiterte an DEG-Torhüter Jamie Storr (15.). Die Führung war deshalb die logische Konsequenz: Ausgerechnet der Ex-Düsseldorfer Charlie Stephens fälschte einen Schuss von Jim Fahey zum 1:0 ab (29.). Nur 87 Sekunden später schockte Daniel Pietta die DEG mit einem spektakulären Tor: Der 22-Jährige schlug den Puck, der von der Bande zurücksprang, aus der Luft über die Linie (31.).
Die DEG antwortete noch vor der zweiten Drittelpause: Patrick Reimer mit einer schönen Einzelaktion und Shane Joseph mit einem Überzahltor sorgten innerhalb von 48 Sekunden für den Ausgleich (38.). Reimer leitete auch das Düsseldorfer 3:2 ein: Nach schönem Solo bediente er Evan Kaufmann, der die Scheibe nur noch über die Linie bugsieren musste (50.). 30 Sekunden vor Schluss erzwang Stephens die Overtime.
3154 Fans in Wolfsburg sahen ein ausgeglichenes Niedersachsen-Derby. Favorit Hannover ging durch Chris Herperger (4.) und Verteidiger Sascha Goc (27.) zweimal in Führung. Die Grizzlys glichen durch Marvin Degon (21.) und Jason Ulmer (45.) zweimal aus.