DEL-Playoffs Mannheim auf Halbfinalkurs
Hamburg - Den Nürnberg Ice Tigers droht auch im siebten Jahr nacheinander das Viertelfinal-Aus. Nach dem 3:5 in eigener Halle genügte in Hannover heute eine 2:0-Führung nicht zum Erfolg. Colin Beardsmore (9.) und Michel Périard (10.) trafen binnen 47 Sekunden in Überzahl, doch nach der ersten Pause stellte Hannover seine Schwächen im Powerplay ab. Thomas Dolak (21.), Jonas Lanier (22.) und der Ex-Nürnberger Brad Tapper (24.) schafften die Wende.
Der Titelfavorit Adler Mannheim siegte 6:2 bei den Frankfurt Lions. Die Löwen beschwerten sich allerdings, weil nach den Toren durch Mannheims Jeff Shantz (5.) und Frankfurts Jason Young (15.) trotz vermeintlicher Abseitsposition das 1:2 von Tomas Martinec (19.) zählte. Martinec gelang nach Videobeweis auch das 2:3 (23.), Trepanier (24.) machte danach schon alles klar. Außerdem trafen noch Nathan Robinson (33.) und Jason Jaspers (46.). Michael Hackert (22.) hatte zum 2:2 für Frankfurt egalisiert, das Stürmerstar Pat Lebeau wegen eines Innenbandrisses im Knie verlor und am Ende einbrach.
Die DEG Metro Stars kamen nach dem knappen 3:2 in Düsseldorf zu einem glatten Erfolg in Hamburg, wo Prügeleien und 160 Strafminuten die unschöne Partie prägten. Jeff Panzer (11.) gelang die Düsseldorfer Führung, David Cullen (26.), Alexander Sulzer (34.) und Klaus Kathan (55.) besorgten den Rest. Weil Schiedsrichter Rick Looker einen angeforderten Videobeweis nicht erhielt, war das erste Drittel zunächst für 15 Minuten unterbrochen, ehe Looker die Spieler vorzeitig in die Pause schickte.
Beim 5:1 der Kölner Haie in Ingolstadt hatten die ersatzgeschwächten Bayern trotz früher Führung keine Chance. Mats Trygg (3.), Ivan Ciernik (8.), Stéphane Julien (11.) und erneut Ciernik (21.) nutzten die ersten vier Kölner Überzahlspiele. Für Ingolstadt war es die neunte Niederlage in den vergangenen elf Spielen.
Gesperrt ist für die dritte Partie am Dienstag der Ingolstädter Yannic Seidenberg, der nach einem Foul an Julien eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt. Dem ERC-Nationalspieler droht eine längere Zwangspause, denn er soll am Freitag in der ersten Partie bereits den früh ausgeschiedenen Bryan Adams schwer gefoult haben.
all/dpa