Doppel-Flop: Deutsche Biathleten enttäuschen - DER SPIEGEL
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Doppel-Flop Deutsche Biathleten enttäuschen

Ihr Name steht für Erfolg: Uschi Disl gehört weltweit zu den besten Biathletinnen. Beim Weltcup in Östersund war sie allerdings maßgeblich an der überraschenden Niederlage der deutschen Damen-Staffel beteiligt. Das Herren-Quartett schnitt ebenfalls schlecht ab.
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Östersund - "Satz mit X: Das war wohl nix", sagte Disl, die durch zwei Strafrunden die Siegträume der deutschen Favoritinnen beim Weltcup im Alleingang zerstörte. Am Ende blieb nur Platz sechs. Auch die ohne drei Stammkräfte angetretene deutsche Herrenstaffel enttäuschte auf Platz elf. Beide Wettbewerbe gewannen die Norweger.

"Nach der Strafrunde im Liegendschießen bin ich in Zugzwang gekommen. Dann ging gar nichts mehr", schilderte Disl die entscheidende Situation. Die noch drei Tage zuvor mit glänzender Schießleistung zum Sprintsieg gelaufene 35-Jährige patzte anschließend beim Stehendschießen. "Vor der Staffel habe ich immer Bammel. Da will man nix versauen und alles besonders gut machen. Jetzt rechne ich damit, nicht mehr in der Staffel laufen zu dürfen und kann nur hoffen, doch noch eine Chance zu bekommen", so Disl.

Den zwischenzeitlichen fünften Platz, herausgefahren von Andrea Henkel, konnte Schlussläuferin Kati Wilhelm nicht halten, weil sie gleich in der ersten Kurve stürzte und sich dabei die Waffe beschädigte. "Nach den Einzelergebnissen hier waren wir die klaren Favoriten. Das war ein schlechtes Omen. Wir können nur versuchen, es beim nächsten Mal besser zu machen", sagte Wilhelm.

Auch bei den Herren lief es nicht wie gewünscht, abgesehen von Startläufer Michael Rösch: "Beim Einstand ohne Strafrunde durchkommen, war mein Ziel. Das hat geklappt", so Rösch. Der erstmals als Startläufer eingesetzte Altenberger war der einzige überzeugende Läufer von vier Olympia-Staffelkandidaten. Alexander Wolf und Carsten Pump mussten nach schwachem Schießen gar jeweils einmal in die Strafrunde. Der am Schluss eingesetzte Andi Birnbacher schoss und lief auch schlecht, und Bundestrainer Frank Ullrich blieb nur das Fazit: "Wir müssen eben weiter fleißig üben, um unter Belastung die nötige Stabilität zu bekommen."

Im Kampf um den vierten Olympia-Staffelplatz neben den derzeit in den Alpen trainierenden Ricco Groß, Sven Fischer und Michael Greis hat Michael Rösch laut Ullrich "einen ersten kleinen Bonus erarbeitet. Er hat sich heute als Einziger angeboten. Wenn er das stabilisiert, wäre das ein Riesenschritt."

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