Eishockey-Klatsche Reindl fordert nach 0:10-Pleite eine Reaktion
Ernüchtertes DEB-Team: Wiedergutmachung gegen die Schweiz?
Foto: JONATHAN NACKSTRAND/ AFPDEB-Boss Franz Reindl hat nach der denkwürdigen Pleite der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft gegen Kanada bei der WM in Tschechien eine Reaktion des Teams verlangt. "Das war einer der bittersten Nachmittage für uns. Wenn man 0:10 verliert und dabei praktisch keine Chance hat, dann ist das sehr schwer zu verarbeiten", sagte der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Er betonte jedoch auch: "Jammern hilft jetzt nicht."
Reindl verzichtete deshalb bewusst darauf, die Spieler für ihren mutlosen Auftritt gegen die Ausnahmekönner um Superstar Sidney Crosby zu kritisieren. Auch in Gesprächen mit einigen Leistungsträgern habe er versucht, das Team für das wichtige Spiel am Dienstag (16.15 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV Sport1) gegen die Schweiz aufzubauen, verriet der Ex-Nationalspieler: "Das wird ganz schwer. Der freie Tag nach dem Kanada-Spiel wird uns guttun."
Mit drei Punkten aus den ersten zwei Spielen falle seine Bilanz zum WM-Start "noch immer positiv aus", sagte Reindl. Der Willen zu Wiedergutmachung nach dem mutlosen Auftritt ist im deutschen Eishockey-Nationalteam zudem groß: "Jeder hat Zeit gehabt, darüber nachzudenken und vielleicht auch Probleme gehabt, in den Schlaf zu kommen", sagte Kapitän Michael Wolf: "Jeder Spieler hat Ehre und Charakter genug, um alles daran zu setzen, dass so etwas nicht mehr vorkommt."