Eisschnelllauf: Friesinger und Pechstein zu langsam - DER SPIEGEL
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Eisschnelllauf Friesinger und Pechstein zu langsam

Nach dem ersten Saisondrittel stehen Anni Friesinger und Claudia Pechstein noch immer ohne Weltcupsieg da. Die einstigen Seriensiegerinnen enttäuschten auch im Eisschnelllauf-Mekka Heerenveen. Ihren Trainern wurde unterdessen der Zuständigkeitsbereich beschnitten.
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Heerenveen - "Es lief einfach nicht. Der erste Weltcup-Block war nicht so, wie ich ihn mir vorgestellt hatte", gab Friesinger nach ihrem 1500-Meter-Rennen (1:58,23) zu, bei dem sie als Fünfte nicht annähernd an die Siegerzeit der Weltcup-Führenden Cindy Klassen (Kanada/1:56,60) herankam. Nach gutem Start verlor die Weltrekordlerin in der zweiten Rennhälfte zunehmend an Boden. Mit besorgter Miene und zweifelndem Blick drehte sie ihre Auslaufrunden.

Auch Claudia Pechstein enttäuschte. Auf ihrer Spezialstrecke, den 5000 Metern, verpasste sie sogar erstmals seit vier Jahren wieder einen Podestplatz. Dennoch versprühte die Berlinerin demonstrativ Optimismus: "Vom Rhythmus her läuft es schon besser, nur muskulär hatte ich noch Probleme. Ich bin trotzdem zufrieden, obwohl ich natürlich aufs Treppchen wollte", so die 32-Jährige, die über 1500 Meter Neunte wurde, "andere trainieren ebenfalls, das hat man wieder deutlich gesehen. Ich hoffe, dass ich bis zur WM Anfang März wieder unter die ersten Drei fahren kann."

Ihr Trainer Achim Franke wurde da schon deutlicher: "Das war nicht optimal. Wir haben jetzt nach drei Weltcups eine Standortbestimmung. Es ist nicht so gekommen, wie wir uns das vorgestellt haben." Pechstein hatte in Hamar und Berlin über 3000 Meter jeweils nur Platz fünf erreicht.

Friesinger, die am vergangenen Wochenende in Berlin als Zweite über 1500 Meter nur knapp ihren 24. Weltcupsieg verpasste, überzeugte zumindest über die 5000 Meter und fuhr auf der von ihr wenig geliebten Langdistanz auf den sechsten Rang.

An den kommenden drei Sprint-Weltcups nehmen Friesinger und Pechstein nicht teil, nächste Höhepunkte sind erst die deutschen Mehrkampf-Meisterschaften am 29./30. Dezember in Inzell und die EM eine Woche später - wieder in Heerenveen.

Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) zog gestern Konsequenzen aus dem Debakel im Damen-Teamwettbewerb (Rang 13) beim Weltcup in Berlin. Ab sofort ist für die Mannschaften DESG-Cheftrainer Helmut Kraus zuständig. Er löst damit Friesinger-Coach Markus Eicher und Franke ab.

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