Erik Guay wird Weltmeister im Super-G in St. Moritz - DER SPIEGEL
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Ski-WM Routinier Guay überrascht im Super-G

Die Überraschungen bei der Ski-WM in Sankt Moritz setzen sich fort. Bei den Männern feierte Oldie Erik Guay im Super-G ein sensationelles Comeback. Überschattet wurde der WM-Tag von zwei schweren Stürzen.
Kanadas Skifahrer Erik Guay
Kanadas Skifahrer Erik Guay

Kanadas Skifahrer Erik Guay

Foto: Julian Finney/ Getty Images
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Erik Guay hat die Favoriten düpiert und überraschend als erster Kanadier WM-Gold im Super-G gewonnen. Der Abfahrtsweltmeister von 2011, der über Jahre mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, setzte sich auf der anspruchsvollen "Corviglia" in St. Moritz vor dem norwegischen Olympiasieger Kjetil Jansrud (0,45 Sekunden zurück) durch. Bronze ging an Guays Teamkollegen Manuel-Osborne-Paradis (0,51).

Andreas Sander (Ennepetal/0,97) zeigte eine gute Fahrt und belegte Platz sieben. Besser war ein deutscher Abfahrer in der zweitschnellsten Disziplin bei einer WM zuletzt 2005, als Florian Eckert in Bormio auf Rang sechs fuhr. "Top Ten, das ist genial. Ich bin zufrieden", sagte Sander.

Der 35jährige Guay, bei der Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen vor eineinhalb Wochen noch schwer gestürzt, ist der älteste Weltmeister der alpinen Ski-Geschichte. "Das ist unglaublich. Die ganzen Geschichten mit den Verletzungen kommen mir wieder in den Sinn, der Sturz letzte Woche, aber ich wollte das alles vergessen und mich auf dieses Rennen konzentrieren", sagte Guay.

Den "Altmeister"-Rekord entriss er Titelverteidiger Hannes Reichelt (Österreich), der wie zahlreiche hoch gehandelte Rennläufer zu den Geschlagenen zählte. Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer aus Österreich schied aus, die Schweizer Hoffnung Beat Feuz kam nicht unter die besten zehn.

Josef Ferstl (Hammer/2,84) hatte bei schwierigen Verhältnissen mit "flachem Licht" Probleme und kam nicht in die Top 20. "Vielleicht habe ich zu viel gewollt", sagte er: "Verbockt, fertig, Punkt." WM-Debütant Thomas Dreßen (Mittenwald) schied aus.

Schwere Stürze

Der Monegasse Olivier Jenot stürzte beim Rennen schwer. Der 28-Jährige verunglückte nach rund einer Minute Fahrzeit, als er sich bei einem Sprung überschlug. Über etwaige Verletzungen wurde zunächst nichts bekannt.

Jenot wurde umgehend betreut und war trotz des heftigen Aufpralls ansprechbar. Der Monegasse ist kein Unbekannter in der Skiszene: Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi war er Fahnenträger des Fürstentums, im Dezember 2013 gewann er Kombi-Gold bei der Universiade im italienischen Trentino. Es war das erste Ski-Edelmetall bei einer Großveranstaltung für Monaco.

Bereits am Morgen hatte sich die Österreicherin Mirjam Puchner beim Abfahrtstraining der Frauen eine Gehirnerschütterung und einen Unterschenkelbruch zugezogen. Sie wurde bereits operiert.

aha/sid

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