Formkrise: Skispringer Späth aussortiert - DER SPIEGEL
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Formkrise Skispringer Späth aussortiert

Doppelte Strafe für Skispringer Georg Späth: Erst scheiterte der Oberstdorfer auf seiner Heimatschanze in der Qualifikation, jetzt musste er umgehend auch seinen Platz in der deutschen Mannschaft räumen. Wann der 25-Jährige in den deutschen Kader zurückkehrt, ist völlig offen.
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Oberstdorf - "Wir haben die Entscheidung gemeinsam getroffen. Georg soll jetzt in Ruhe trainieren, damit er seine Form wiederfindet", sagte Bundestrainer Peter Rohwein nach einem langen Gespräch mit Späth. Der 1,89 Meter große Springer packte noch heute Morgen vor dem Tournee-Auftakt seine Sachen und reiste aus dem deutschen Teamquartier ab.

Das Schattenberg-Springen, dass er 2003 und 2005 jeweils als Siebter unter den Top Ten beendet hatte, mochte er sich allenfalls am TV-Schirm ansehen. " Es ist sehr bitter, nur Zuschauer zu sein", sagte Späth, "gerade hier in Oberstdorf habe ich schon viele gute Ergebnisse geschafft und mir oft den richtigen Schwung für die Saison geholt. Aber die Entscheidung ist korrekt. Ich bin einfach nicht rechtzeitig in Form gekommen."

Nach dem persönlichen Debakel des letztjährigen Gesamt-Zehnten und achtmaligen Tournee-Teilnehmers sah es noch im August überhaupt nicht aus. Damals siegte Späth beim Sommer-Grand-Prix in Hinterzarten und beendete die deutsche Erfolglosigkeit im Weltcup nach 933 Tagen. "Ich habe keine Ahnung, warum es dann plötzlich abwärts ging", sagt Späth, der vor allem technische Probleme bei der Anfahrt als Ursache anführt. "Wenn es nicht läuft, dann fängst du an zu probieren, und die Unsicherheit wird immer größer".

Rohwein glaubt nichtsdestotrotz weiter an seinen Schützling. "Ich weiß um das große Potenzial von Georg. Deshalb habe ich bisher immer zu ihm gehalten. Der muss manchmal nur Kleinigkeiten ändern, und bums ist er ganz vorne dabei", sagte der Bundestrainer. Späths ehemaliger Teamgefährte Sven Hannawald macht aber auch dem Coach einen Vorwurf. "Er hat es bis jetzt nicht geschafft, Georg richtig zu kitzeln. Das ist doch ein Riesentalent." Späth soll nun versuchen, im Spezialtraining wieder den Anschluss an die Weltspitze zu schaffen. Frühestens in Zakopane (20./21. Januar) ist mit einer Rückkehr des Sportsoldaten in das Weltcup-Team zu rechnen.

fpf/sid

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