Magen-Darm-Infekt: Friesinger muss WM-Hattrick sausen lassen - DER SPIEGEL
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Magen-Darm-Infekt Friesinger muss WM-Hattrick sausen lassen

Eisschnellläuferin Anni Friesinger kann am kommenden Wochenende ihren Titel bei der Mehrkampf-WM nicht verteidigen. Die Inzellerin hat durch einen Magen-Darm-Virus innerhalb weniger Tage fünf Kilo Gewicht verloren.
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Inzell - "Das ist eine Riesen-Enttäuschung für mich. Ich wollte so gern zum dritten Mal in Serie Weltmeisterin werden", bedauerte die 1500-Meter-Olympiasiegerin. Seit fünf Tagen plagt sich die weltbeste Allrounderin der zurückliegenden Jahre mit dem Virus herum, verlor fünf Kilogramm Gewicht und konnte kein Training absolvieren. "Es hat absolut keinen Zweck. Ich war geschockt, als ich sie gesehen habe. Sie war total blass, sah ganz schlecht aus. Der Infekt hat sie ausgezehrt, sie konnte sich bisher kein bisschen erholen", berichtete ihr Coach Markus Eicher nach dem vorsichtigen Versuch, seinen Schützling am Sonntagabend einem kurzen Test auf dem Eis zu unterziehen.

"Es hat doch keinen Sinn, jetzt auf Krawall irgendetwas zu versuchen. Ich will mich jetzt systematisch auf die Einzelstrecken-WM Mitte März in Berlin vorbereiten", sagte Anni Friesinger nach dem erneuten Rückschlag. Schon im November hatte die Saison für die Inzellerin mit einer Absage der deutschen Meisterschaften in Erfurt und des Weltcup-Auftakts in Hamar begonnen, da sie gleichfalls von einem Magen-Darm-Infekt geschwächt worden war. Bei den Europameisterschaften in Heerenveen war ihr jedoch mit dem vierten Titelgewinn ein eindrucksvolles Comeback gelungen.

"Wenn sie in diesen Zustand laufen würde, wäre das aus gesundheitlichen Gründen unverantwortlich. Da käme höchstens Platz vier oder fünf heraus, und das würde sie auch mental zurückwerfen", sagte Trainer Eicher. "Auf Knopfdruck wird man eben nicht fit."

"Schade, das ist ein herber Verlust", erklärte Cheftrainer Helmut Kraus. Die größten Aussichten auf eine Medaille für Deutschland werden in Göteborg nun Olympiasiegerin Claudia Pechstein eingeräumt, die aber gegen Topfavoritin Cindy Klassen aus Kanada deutliche Nachteile auf den Sprintdistanzen hat.

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