Riesenslalom in Kranjska Gora Camille Rast widmet ihren Sieg den Opfern von Crans-Montana
Camille Rast fuhr mit Trauerflor am linken Arm
Foto: Wolfgang Grebien / GEPA pictures / IMAGODie Schweizerin Camille Rast hat den Weltcup-Riesenslalom von Kranjska Gora gewonnen und ihren Sieg den Opfern der Brandkatastrophe von Crans-Montana und deren Angehörigen gewidmet.
»In dieser Woche gab es in meinem Heimatort einen tragischen Unfall und ich denke an diese Familien«, sagte die Schweizerin und erinnerte an die 40 Toten und mehr als 100 Verletzten des Silvesterunfalls in dem Skiort.
Rast formte ein Herz nach dem Zieleinlauf
Foto: Jure Makovec / AFP»Wir fahren für sie an diesem Wochenende«, ergänzte Rast, die unweit von Crans-Montana – dem WM-Ort von 2027 – aufgewachsen ist. Kurz nach der Zieldurchfahrt zeigte sie mit dem Handschuh auf einen Trauerflor an ihrem Oberarm, außerdem formte sie mit ihren Händen ein Herz.
Nur Dürr im Finale – und dann deutlich distanziert
Rast setzte sich in Slowenien vor Julia Scheib aus Österreich (+0,20 Sekunden) und der Amerikanerin Paula Moltzan (+0,47) durch. Die Slalom-Weltmeisterin von 2025 feierte ihren ersten Karriereerfolg im Riesentorlauf. In der Disziplinwertung führt weiter Scheib vor Rast. In der Gesamtwertung bleibt US-Ass Mikaela Shiffrin – diesmal Fünfte – vorn, ebenfalls vor Rast.
Von einem deutschen Quartett schaffte es nur Lena Dürr in den finalen Durchgang. Sie landete auf dem 18. Platz mit 3,44 Rückstand auf Rast, weil sie in beiden Durchgängen einige Fehler einbaute und teils zu zaghaft fuhr.
Am Sonntag folgt der Slalom
»Schade, denn ein paar Schwünge habe ich wirklich gut gemacht«, sagte Dürr im ZDF. Am Sonntag (09.30/12.15 Uhr/ZDF und Eurosport) steht in Kranjska Gora Dürrs Spezialdisziplin auf dem Programm.