Ski Alpin Riesch bejubelt ersten Saisonsieg
Skirennläuferin Riesch: Sieg gegen Dauer-Kontrahentin Vonn
Foto: Alexis Boichard/Agence Zoom/ Getty ImagesHamburg - Skirennläuferin Maria Riesch hat ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Die 26-Jährige gewann im kanadischen Lake Louise den Abfahrts-Weltcup und verwies ihre Dauer-Kontrahentin Lindsey Vonn auf Platz zwei. Die US-Amerikanerin hatte im Ziel 0,12 Sekunden Rückstand auf Riesch und zuvor in Kanada fünfmal in Serie gewonnen. Den dritten Platz belegte die Österreicherin Elisabeth Görgl, die 0,21 Sekunden langsamer war als Doppel-Olympiasiegerin Riesch. Die Abfahrt der Herren im amerikanischen Beaver Creek fiel dagegen wegen starken Windes aus.
"Lindsey ist auf diesem Berg eigentlich unschlagbar, aber auch ich war hier immer wieder stark", sagte Riesch. In drei der ersten fünf Saisonrennen schaffte es Riesch damit auf das Weltcup-Podest und führt das Gesamtklassement mit 334 Punkten an. Zweite ist Tanja Poutiainen aus Finnland (196 Punkte), Dritte Viktoria Rebensburg (180), die als 34. in Lake Louis ebenso wie Isabelle Stiepel als 53. keine weiteren Weltcup-Punkte sammeln konnte.
Während Riesch die starke Fahrt von Vonn mit einer tollen Vorstellung noch kontern konnte, verlief der Saisonstart für Gina Stechert nicht wie erhofft. Den anvisierten Top-10-Platz verfehlte sie als 18. mit 2,20 Sekunden Rückstand auf ihre dominierende Teamkollegin deutlich.
Eine schwere Verletzung musste die Britin Chemmy Alcott verkraften. Die 28-Jährige war im Abschlusstraining am Donnerstag schwer gestürzt und hatte einen offenen Bruch am Unterschenkel des rechten Beines erlitten. Die WM-Saison ist für Alcott damit vorbei.
Im amerikanischen Beaver Creek wurde wegen starkem böigen Wind die erste Herren-Abfahrt des WM-Winters abgesagt. Zuvor war der Beginn des Wettbewerbs mehrfach verschoben und die Strecke verkürzt worden. Wann und wo das Rennen nachgeholt werden soll, war zunächst unklar. Am Samstag ist in Beaver Creek ein Super-G geplant, einen Tag später soll ein Riesenslalom stattfinden. "Die Absage geht vollkommen in Ordnung. Es war sehr viel Wind. Unten bei den Sprüngen wäre es einfach zu gefährlich gewesen", sagte Österreichs Cheftrainer Mathias Berthold.