Snowboard: Bruderpaar feiert Doppelsieg - DER SPIEGEL
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Snowboard Bruderpaar feiert Doppelsieg

Die Schweizer Brüder Philipp und Simon Schoch haben einen Doppelsieg im Parallel-Riesenslalom gefeiert. Damit hat Philipp Schoch als erster Snowboarder zwei Olympische Goldmedaillen eingefahren.
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Bardonecchia - Vier Jahre nach seinem Erfolg von Salt Lake City hat der Schweizer Philipp Schoch das Finale im Parallel-Riesenslalom erneut für sich entschieden und seinem Bruder Simon im Familienduell den Olympiasieg entrissen. Bronze ging an den Österreicher Siegfried Grabner. Die deutschen Starter Markus Ebner und Patrick Bussler waren in der Qualifikation ausgeschieden.

"Dass wir Erster und Zweiter geworden sind, ist das Größte. Das war immer unser Traum", sagte Philipp Schoch. "Wir haben uns vor dem Rennen geschworen, dass wir beide Vollgas geben. Das ist Philipp einfach besser gelungen. Trotzdem bin ich überglücklich", so Simon Schoch.

Die Fahrer des Snowboard Verbandes Deutschland (SVD) kamen derweil wie in beiden Halfpipe- und Cross-Wettbewerben erneut nicht annähernd in die Nähe der Medaillenränge. Routinier Ebner verpasste das Achtelfinale im letzten Rennen seiner Karriere um 0,07 Sekunden, Bussler fehlten 0,39 Sekunden für einen Platz unter den ersten 16.

"Es war nochmal ein schönes Erlebnis, auch wenn ich es mir etwas anders vorgestellt hatte. Ich wollte unter die ersten Acht", sagte der 35-jährige Ebner, der schon vor vier Jahren in Salt Lake City die Endrunde verpasst hatte: "Ich bin froh, dass es vorbei ist. Es waren zehn schöne Jahre, aber irgendwann ist man alt genug, um aufzuhören. Und was gibt es für einen schöneren Abschluss als Olympische Spiele?"

Somit bleibt Amelie Kober, die den männlichen Kollegen im Zielraum vergeblich die Daumen drückte, die letzte deutsche Hoffnung auf das erste olympische Snowboard-Edelmetall seit 1998. Die 18-Jährige geht am Donnerstag mit Medaillenchancen in den Parallel-Riesenslalom der Frauen. "Amelie ist ein Rohdiamant und vielleicht sogar ein Geheimtipp auf einen Podiumsplatz", sagt SVD-Sportdirektor Timm Stade.

mig/sid