Vierschanzentournee Deutsche Springer floppen
Innsbruck - Der auf Platz neun gehüpfte Sven Hannawald schüttelte nach dem deutschen Flop am Bergisel wieder einmal enttäuscht den Kopf, Peter Zonta ließ sich mit Tränen in den Augen als Sensationssieger von Innsbruck feiern. Der Slowene (265,5 Punkte) segelte beim dritten Springen der 52. Vierschanzentournee von Platz acht zum Triumph und beendete die Siegesserie von Pettersen. Der diesmal viertplatzierte Norweger (251,8) baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung vor dem Abschlusspringen in Bischofshofen am Dienstag (13.45 Uhr) trotzdem auf 26,9 Punkte aus. Die deutschen Hoffnungen auf den Tournee-Sieg aber erhielten in Innsbruck einen großen Dämpfer.
"Ich muss meine geknickten Fans trösten. Es klemmt irgendwo im Kopf, ich habe in letzter Zeit einfach zu viele Dämpfer bekommen. Das sind noch nicht die Topweiten, ich brauche einfach noch Zeit", erklärte Hannawald nach dem schlechtesten deutschen Innsbruck-Resultat seit vier Jahren. Mit 244,4 Punkten führte er ein deutsches Trio mit Georg Späth (242,6) und Michael Uhrmann (242,0) auf den Plätzen neun bis elf erstmals bei der Tournee als bester DSV-Springer an.
Immerhin konnte sich der 2002 zum Grand Slam gesegelte Sven Hannawald damit trösten, weiter alleiniger Vierfachsieger der Tournee-Geschichte zu bleiben: "Immerhin etwas. Sigurd hat aber jetzt die Gedanken an den Vierfachsieg weg und wird die Tournee gewinnen. Ich habe jedenfalls keine Chance mehr."
Späth und Uhrmann enttäuscht
Zonta sprang fünf Tage vor seinem 24. Geburtstag im zweiten Durchgang mit 128,5 Metern den Topfavoriten meterweit davon und feierte mit 265,2 Punkten überlegen seinen ersten Weltcup-Sieg. Auch die Finnen Veli-Matti Lindström (253,9) und Janne Ahonen (253,8) rangierten sich noch vor Doppelsieger Pettersen sein. In der Gesamtwertung führt der Norweger jetzt mit 800,8 Punkten vor dem als Führenden des ersten Durchgangs in Innsbruck auf Rang fünf zurückgefallenen Österreicher Martin Höllwarth (773,9) und Zonta (760,2). Georg Späth ist mit 752,6 Punkten auf Platz fünf bester Deutscher, Uhrmann belegt Platz acht (748,5) vor Hannawald (719,2).
"Ich bin schon ziemlich enttäuscht. Eigentlich darf man ja beim dritten Top-Ten-Platz nicht meckern, aber es war viel mehr drin. Die Gesamtwertung kann ich mir abschminken", sagte Späth. Sein Zimmergenosse Uhrmann war richtig sauer: "Die Gesamtwertung kann ich abschreiben. Scheißtag."