Wintersport kompakt: Goldhoffnungen der Kombinierer, Vierfachtriumph der Rodel-Damen - DER SPIEGEL
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Wintersport kompakt Goldhoffnungen der Kombinierer, Vierfachtriumph der Rodel-Damen

Die deutschen Kombinierer holten sich den ersten Weltcup-Sieg seit fast einem Jahr und kommen rechtzeitig zu den Weltmeisterschaften in Form. Bei den Titelkämpfen der Rodlerinnen führte wieder kein Weg an den deutschen Starterinnen vorbei.
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Hamburg - Tatjana Hüfner hat den deutschen Vierfachtriumph bei der Rodel-WM in Igls mit der Goldmedaille gekrönt. Hüfner siegte mit 14 Hundertstelsekunden Vorsprung vor Anke Wischnewski. Die nach dem ersten Lauf noch führende Olympiazweite Silke Kraushaar-Pielach holte nach einem Fehler nur Bronze. Junioren-Weltmeisterin Natalie Geisenberger blieb nur der vierte Rang.

Hüfner sorgte mit ihrem ersten Titel für den zehnten Sieg der deutschen Frauen in Serie. Nach den Goldmedaillen im Teamwettbewerb, von David Möller bei den Männern, Patric Leitner/Alexander Resch im Doppelsitzer gingen alle Titel nach Deutschland.

Kombinierer Björn Kircheisen hat mit dem ersten deutschen Sieg seit fast einem Jahr die Gold-Hoffnungen für die WM in Sapporo geschürt. Gut zwei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt feierte der 23-Jährige bei der Generalprobe im polnischen Zakopane seinen siebten Weltcup-Triumph. Zwei Stunden zuvor war der Vize-Weltmeister in dem am Vortag wegen eines Schneesturms abgebrochenen Massenstart schon auf Platz drei gelandet.

"Heute habe ich es allen bewiesen, die mich schon abgeschrieben hatten. Der Sieg so kurz vor der WM war unheimlich wichtig", sagte Kircheisen. Gerade mal 15,7 Sekunden von einem fast einminütigen Vorsprung rettete Sprung-Sieger Kircheisen schließlich im Sprint vor dem finnischen Weltcupführenden Hannu Manninen ins Ziel, der am Morgen überlegen den Massenstartwettbewerb gewonnen hatte. Dort hatte sich Kircheisen von Rang sechs nach dem Langlauf noch aufs Podest gekämpft.

Skispringer Michael Uhrmann ist einen Tag nach seinem schweren Sturz auf Platz neun beim Weltcup in Titisee-Neustadt geflogen. Für Flüge auf 125 und 126 Meter erhielt der trotz schwerer Prellungen angetretene Olympiavierte insgesamt 230,3 Punkte. Den Sieg holte sich wie am Vortag der Pole Adam Malysz mit 257,7 Punkten vor dem Österreicher Gregor Schlierenzauer und Dmitri Wassiljew aus Russland. Der viermalige Weltmeister Martin Schmitt hatte bei einem Sturz am Vortag eine Gehirnerschütterung erlitten und schaute nur zu.

bri/sid