Wie Ärzte Minen- und Bombenopfern in Afghanistan helfen: Die unschuldigen Opfer des Anti-Terror-Krieges - DER SPIEGEL
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Wie Ärzte Minen- und Bombenopfern in Afghanistan helfen Die unschuldigen Opfer des Anti-Terror-Krieges

Seit Beginn des Anti-Terror-Feldzugs in Afghanistan werden in den Krankenhäusern auch zahlreiche Verletzte der US-Bombardierungen behandelt. Viele von ihnen sind Kinder.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bereits 1999 hat der italienische Chirurg Gino Strada mit seiner Hilfsorganisation "Emergency" zwei Notfall-Krankenhäuser und sechs Erste-Hilfe-Stationen in Afghanistan errichtet. Ursprünglich, um den Tausenden zivilen Opfern des seit zwei Jahrzehnten wütenden Bürgerkriegs zu helfen. Seitdem werden täglich neue Patienten mit schweren Verletzungen eingeliefert, Amputationen stehen auf der Tagesordnung.

Ein italienisches Kamerateam hat die Arbeit von Gino Strada und seinem Team ein halbes Jahr lang begleitet. SPIEGEL TV zeigt bewegende Bilder von der Arbeit der Notärzte in einem vom Krieg geschundenen Land.


SPENDENKONTEN

Emergency

Die Organisation wurde 1994 von Gino Strada in Mailand gegründet und hat in mittlerweile fünf Ländern medizinische Hilfsprojekte etabliert (Afghanistan, Irak, Ruanda, Sierra Leone, Kambodscha). Emergency finanziert sich ausschließlich von Spendengeldern. Wenn Sie die Arbeit der Ärzte, Techniker und Helfer unterstützen möchten, können Sie Ihre Spende richten an:

Emergency
Commerzbank München
Kto 1354117
BLZ 70040041

oder

Emergency
Banca popolare di Milano
c/c 67000 - CAB 01600 - ABI 5584

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.emergency.it 


INTERVIEW MIT EMERGENCY-GRÜNDER GINO STRADA


Ein Krieg, so schmutzig wie alle anderen


Der italienische Arzt Gino Strada ist Mitbegründer der Hilfsorganisation "Emergency", die sich weltweit für Kriegs- und Minenopfer einsetzt. Sein Team blieb auch nach den Terrorangriffen in Afghanistan und arbeitet zurzeit in einem Krankenhaus in Anabahr, auf dem Gebiet der Nordallianz. SPIEGEL ONLINE hat den unermüdlichen Chirurgen nach seinen Eindrücken aus dem Pandschir-Tal befragt. mehr...





Die Hilfsorganisation "Emergency"


Im Norden Afghanistans bemüht sich die italienische Hilfsorganisation "Emergency", die eklatant schlechten hygienischen und medizinischen Zustände in dem von Krieg und Armut gebeutelten Land zumindest im Ansatz zu beheben. Schon 1999 hatte "Emergency" sein humanitäres Projekt mit dem Bau eines chirurgischen Zentrums für Kriegsopfer in Anabah, im Pandschir Tal, begonnen.

Entlang der seit fünf Jahren nahezu unveränderten Frontlinie zu den Gebieten der Taliban sind Verletzungen durch Schusswaffen und Minen an der Tagesordnung. Seit Beginn ihrer Tätigkeit konnten die italienischen Helfer über 8000 Kriegsopfer behandeln, viele davon in den sechs Erste-Hilfe-Stationen im Kriegsgebiet. Ein im Jahr 2000 gebautes Zentrum in der Hauptstadt Kabul musste wieder geschlossen werden.

Besonders am Herzen liegt den Vertretern der 1994 in Mailand gegründeten Organisation die Behandlung und Rehabilitation von Landminenopfern. Man schätzt die Zahl der weltweit noch nicht explodierten Landminen auf 110 Millionen. Eine ständige Gefahr für Soldaten und die Zivilbevölkerung in 67 Ländern.

Auch die medizinisch-techische Schulung von Pflegepersonal in Bürgerkriegsgebieten wie Sierra Leone, Kambodscha oder dem Irak ist eines der Hauptanliegen der erfahrenen Helfer. Durch die eigenständige klinische Verwaltung soll die Weiterführung des Programms auch nach Abzug der italienischen Kollegen gewährleistet werden.





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