Der Fall Falk Der einstige New Economy-Star im Gefängnis
Nur Erbe zu sein, das reichte ihm nicht. Deshalb verkaufte Alexander Falk 1995 das Traditionsunternehmens seines Vaters für rund 25 Millionen Euro. Die Firma des Mannes, der den Deutschen den Falkplan beschert hatte, ging an Bertelsmann. Seither hatte der smarte Sohn und Jungunternehmer nur ein Ziel: auch er wollte seine Talente als Geschäftsmann unter Beweis stellen.
So erwarb er 1998 die Internetfirma Ision, brachte sie an die Börse und verkaufte sie auf dem Höhepunkt des New Economy-Hypes für unfassbare 800 Millionen Euro an ein britisches Unternehmen. Anschließend wechselte der Hamburger das Fach und katapultierte sich an die Spitze des altehrwüdigen Bankhauses Hornblower Fischer, in dem er die Mehrheit der Aktien zusammenkaufte. Das war 2002.
Kurze Zeit später stellte sich heraus: schon zu Ision-Zeiten hat Alexander Falk die Bilanzen systematisch schön geschummelt, um den Wert des Unternehmens in die Höhe zu treiben. Pfingsten 2003 muss der multiple Millionär dann in eine Zehn-Quadratmeter-Zelle umziehen. Dort sitzt er heute noch. Und im Zuge des Falk-Skandals stellte vor zwei Tagen auch die Traditionsbank Hornblower einen Insolvenzantrag.
Sanja Hardinghaus und Nicole Mikulasch mit den Hintergründen zum Fall des Millionen-Erben.
DOMINOEFFEKT
Falk-Skandal treibt Hornblower in die Insolvenz Die Ermittlungen gegen den Stadtplan- und Internetmillionär Alexander Falk haben nun auch gravierende Folgen für das Brokerhaus Hornblower Fischer. Weil Gelder des Mehrheitsaktionärs Falk gesperrt sind, stürzen die Frankfurter in die Insolvenz. mehr...
ALEXANDER FALK
Millionen nach Südafrika verschoben?
Die Chancen des Verlagserben auf Entlassung aus der U-Haft sind weiter gesunken. Nach Angaben des SPIEGEL soll er kurz vor der Verhaftung versucht haben, einen zweistelligen Millionenbetrag in Sicherheit zu bringen. mehr...
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