Skandal in Dschungelshow Die Käfer wurden nicht gefragt
In einem Schreiben an den Sender, das SPIEGEL TV vorliegt, empört sich der Deutsche Tierschutzbund über die "beispiellose und unverantwortliche" Show. Unschuldige Tiere würden dort in ihrer Würde verletzt und missbraucht.
Die in der Sendung mitwirkenden Menschen hätten immerhin eine gewisse Entscheidungsfreiheit, so Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Tierschutzbundes. Die Spinnen, Käfer und Kakerlaken jedoch nicht, "die sind gezwungen worden, mitzuspielen". Zwar seien in denen als "Ekel-TV" kritisierten Szenen "die Kandidaten mit Sicherheit gestresster gewesen als die Tiere", sagte Rusche gegenüber SPIEGEL TV. Die nachhaltigen Schäden für die Tiere könnten aber gravierender sein als für die Mitspieler.
Die Tierschützerin macht sich vor allem für die Spinnen stark, die nach einem kurzen Rendezvous mit Costa Cordalis eiligst das Weite suchten und im Unterholz verschwanden. Die Tiere seien aus ihrem natürlichen Umfeld gerissen und nun in einer fremden Umgebung ausgesetzt worden, in der sie kaum überleben könnten, "ihre Zukunft ist da offen".