Tod auf dem Fußballplatz Wenn das Herz von Profisportlern plötzlich versagt
Fernsehkameras nahmen den erschütternden Moment in aller Genauigkeit auf. Miklos Feher brach auf dem Spielfeld zusammen. Der Kopf des ungarischen Fußballnationalspielers schlug auf den Rasen auf. Gegen den plötzlichen Herztod hatte der angeblich kerngesunde Profi keine Chance. Warum ereilt Profisportler aber immer wieder der plötzliche Herztod? Erst im vergangenen Sommer starb Marc-Vivien Foé, Nationalspieler Kameruns, während des Konföderationen-Cup. Für Sportmediziner ist nicht zuletzt der enorme Leistungsdruck, unter dem Fußballer und andere Profisportler stehen, eine Ursache. Im Kampf um Punkte und Bestzeiten muss der Körper funktionieren, koste es was es wolle. Bleiben Krankheiten unentdeckt, können sie fatale Folgen haben. Wie bei Axel Jüptner vom FC Carls Zeiss Jena, der 1998 tot zusammenbrach. SPIEGEL TV-Reporter Peter Hell und Dirk Schulze berichten.
ÜBERLASTETE SPIELER
Uefa untersucht Feher-Tod
Der Tod des ungarischen Fußball-Nationalspielers Miklos Feher mit nur 24 Jahren hat die Uefa alarmiert. Der europäische Fußballverband will überprüfen, ob die Profis zu hohen Belastungen ausgesetzt sind und deshalb die Anzahl der Spiele reduziert werden sollte. Hamburg - "Ich habe zwar keine abgesicherten statistischen Zahlen, aber mein Gefühl sagt mir, dass sich diese Fälle in der letzten Zeit gehäuft haben", sagte Lars-Christer Olsson der Tageszeitung "Die Welt". Der Schwede ist seit Anfang des Jahres Generaldirektor der Uefa und damit Nachfolger des Deutschen Gerhard Aigner. mehr...
TOD AUF DEM FUßBALLPLATZ
Der Staatsanwalt ermittelt
Die genaue Ursache für den plötzlichen Tod des ungarischen Nationalspielers Miklos Feher im EM-Stadion von Guimãres bleibt auch nach einer Obduktion der Leiche unbekannt. Deshalb hat sich jetzt die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Die Ärzte nehmen zwar an, dass Feher ein Herzleiden hatte. So war es auch im Fall des vergangenen Sommer auf dem Fußballfeld verstorbenen Kameruner Nationalspielers Marc-Vivien Foé gewesen, bei dem eine Herzvergrößerung als Todesursache festgestellt wurde. Der Gerichtsmediziner Pinto da Costa wundert sich allerdings: "Wenn Feher ein Herzleiden hatte, hätte man dies bei der Obduktion mit bloßem Auge sehen müssen. Nun könnte man vermuten, dass es in diesem Fall etwas Verdächtiges gibt."
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