Die vergessenen Kämpfer Der einsame Weg verstümmelter Irak-Heimkehrer
Ein Land braucht Helden und keine Krüppel. Amerika will Sieger sehen. Das war schon immer so, und das ist auch an diesem Wochenende so, zum ersten Jahrestages des Kriegsbeginns im Irak. Jene, die verwundet, verstümmelt oder traumatisiert heimkehren, stehen dann nicht im Rampenlicht.
Mehr als 3000 amerikanische Soldaten wurden im Irak verletzt. Zwischen Euphrat und Tigris kämpften sie gegen Saddam Hussein, jetzt kämpfen sie um ihr altes Leben, ohne Beine, blind oder einfach nur unfähig, das Erlebte seelisch zu verarbeiten. In Militärkrankenhäusern werden sie behandelt, oft monatelang.
Außer einem Orden bleibt ihnen danach herzlich wenig. Der demokratische Senator Patrick Leahy warf der Regierung jetzt vor, die Verwundeten heimlich, nach Mitternacht zurückzubringen, aus Angst vor negativer Presse. SPIEGEL TV-Reporterin Karin Assmann hat Amerikas vergessene Soldaten besucht und sie gefragt, ob Saddams Sturz die Sache wert war.